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17.07.1987 - 

Im Inlandsgeschäft nur mit Postverwaltung gut bedient:

Alcatel Austria setzt weiter auf Export

WIEN (CWÖ) - Gute Erfolge im Bereich Eisenbahnsicherung sowie in der digitalen Bürokommunikation haben Alcatel Austria, ehemals ITT Austria, im Geschäftsjahr 1986 zufriedenstellende Ergebnisse gebracht. Vor allem der Export gewinnt dabei für die Österreicher zunehmend an Bedeutung.

Um 8,2 Prozent konnte Alcatel Austria 1986 den konsolidierten Umsatz steigern. Von den erzielten 2,588 Millionen Schilling entfallen rund 10,9 Prozent (283 Millionen Schilling) auf die Tochtergesellschaften Alcatel Austria Datensysteme und Standard Telephon Anlagenvermietung.

Obwohl das Unternehmen durch den Auftrag für Arbeiten für das Zentralstellwerk Linz das bisher größte Bahnprojekt lieferte, waren die Umsätze mit der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) 1986 im Vergleich zum Vorjahr allerdings eher stagnierend. Andererseits wirkten sich Lieferungen an den zweiten staatlichen Auftraggeber, die Postverwaltung, recht positiv auf die Geschäftsergebnisse aus. So betrug der Anteil des Postgeschäftes am Gesamtumsatz rund 40 Prozent.

Fernost-Geschäft im Aufwind

Vor allem aber im Export konnte Alcatel Austria eine deutliche Steigerung verbuchen. So wuchs der Auslandsumsatz um 73 Millionen Schilling, was gegenüber 1985 ein Plus von 23,2 Prozent, gegenüber 1984 eine Steigerung um gar 100 Prozent ausmacht. 80 Prozent dieser Exporte betreffen das in Österreich entwickelte und gefertigte digitale Kommunikationssystem ITT 5200 BCS, von dem seit der Markteinführung 1984 bereits mehr als 3000 Stück das Werk verlassen haben und das in rund 50 Länder exportiert wird.

Als bisher größten Erfolg verbuchte Alcatel Austria den Vertragsabschluß mit der niederländischen Postverwaltung, der bis Mitte 1989 Lieferungen im Wert von rund 300 Millionen Schilling vorsieht. Diesen Auftrag teilen sich die Österreicher mit der holländischen Schwester, deren Fertigung jetzt schrittweise gesteigert werden soll.

Auch im asiatischen Raum konnten die Produkte "Made in Austria" seit 1984 verstärkt an Boden gewinnen, und rund 25 Prozent der Exporte wurden an fernöstliche Länder ausgeliefert. Allein in Taiwan erzielten die Österreicher seit 1984 im Bürokommunikationsbereich einen Marktanteil von 20 Prozent. In China wurden inzwischen 2,00 Anlagen installiert; über eine Lizenzvergabe, so Alcatel Austria, werde gerade verhandelt.

Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Fühler nach Australien und Südamerika ausgestreckt. Derzeit stehen die Österreicher in Verhandlungen mit dem australischen Schwesterhaus STC, was ihnen ein Exportvolumen von mehr als 200 Millionen Schilling bescheren soll. In Südamerika konnten durch den Lizenzvertrag mit der Firma Multitel bereits Systeme im Wert von 50 Millionen Schilling abgesetzt werden.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Alcatel Austria mit einem konstant bleibenden Gesamtumsatz. Zwar, so ein Sprecher, rechne man mit einem weiter wachsenden Exportgeschäft. Auch zeige der Auftragseingang im inländischen Datengeschäft steigende Tendenz. Doch würden gerade in diesem Bereich Umsatzsteigerungen durch einen weiteren Preisverfall, bedingt durch die Konkurrenzsituation, aufgefangen werden. Darüber hinaus verbleibe der Bauteilevertrieb nun endgültig bei ITT und werde daher 1987 nicht mehr in den konsolidierten Geschäftsergebnissen von Alcatel Austria erscheinen.