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07.12.2004

Alcatel baut weitere Stellen in Deutschland ab

Die Krise ist noch nicht ausgestanden - 600 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Wie die Alcatel SEL AG in Stuttgart mitteilte, ist ein entsprechender Restrukturierungsplan dem Aufsichtsrat vorgelegt worden. Demnach sollen 600 Arbeitsplätze, vorwiegend am Standort Stuttgart, eingespart werden. Gleichzeitig will man jedoch auch 50 neue Stellen in Bonndorf in der südlichen Schwarzwaldregion schaffen. Als Gründe für die Maßnahmen nannte die deutsche Tochter des französischen Telco-Ausrüsters weitere Bemühungen um Effizienzsteigerung sowie Kosteneinsparungen. Gleichzeitig werde dadurch der sinkenden Nachfrage nach klassischer Vermittlungstechnik Rechnung getragen.

Vermittlungssysteme und Mobilfunk betroffen

Offizielle Angaben, welche Geschäftsbereiche betroffen sind, wurden nicht gemacht. Die Rede ist jedoch von einer Bündelung der Vertriebs- und Servicebereiche sowie einer Optimierung der Verwaltungsfunktionen. Insidern zufolge sollen in den Business Units Vermittlungssysteme und Mobilfunk bis zur Hälfte aller Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen. Man rechne in einem größeren Ausmaß auch mit betriebsbedingten Kündigungen, verlautete aus dem Umfeld des Unternehmens und der IG Metall. Unabhängig davon betrachte sich Alcatel SEL innerhalb des Konzerns weiter als "Kompetenzzentrum für Mobilfunk und Bahnsteuerungstechnik sowie als anerkannter Forschungsstandort", heißt es offiziell. Zum Jahresende würden in Deutschland noch 5300 Mitarbeiter beschäftigt. Vor knapp drei Jahren waren es 3000 mehr. Die Franzosen hatten wie alle übrigen Wettbewerber in den vergangenen Jahren massiv mit der Krise im Netzausrüstermarkt zu kämpfen und waren erst Anfang dieses Jahres wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für das dritte Quartal wies der Konzern einen Nettogewinn von 84 Millionen Euro aus nach einem Fehlbetrag von 284 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz betrug 3,04 Milliarden Euro und lag damit auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Prognose eines hohen einstelligen Umsatzzuwachses. (gh)