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01.07.2009

Alle arbeiten am Enterprise 2.0

Andrew McAfee, Professor an der Harvard Business School und Erfinder des Begriffs Enterprise 2.0, sieht Unternehmen sich wandeln.

CW: Noch vor wenigen Jahren schien es, dass es noch lange dauern könnte, bis Konzepte und Techniken des Web 2.0 auch in Unternehmen auf Anklang stoßen. Wie ist jetzt die Lage?

McAFEE: Ich kenne heute kaum ein großes Unternehmen, das nicht irgendein Projekt in Richtung Enterprise 2.0 gestartet hätte. Allerdings wird der Begriff so vielfältig gebraucht, dass sich dahinter so ziemlich alles verbergen kann: vom Aufbau eines Wikis über die interne Nutzung von Facebook bis hin zu einem breit angelegten Rollout von Microsoft Sharepoint.

CW: So ziemlich jedes Unternehmen könnte sich also Enterprise 2.0 auf die Fahnen schreiben?

McAFEE: Der praktische Einsatz von Tools für ein Enterprise 2.0 nimmt ohne Zweifel zu. Es ist ermutigend, dass er nicht auf Hightech-Firmen beschränkt ist und sich nicht nur die vielen jungen Mitarbeiter der "Generation Y", die jetzt in die Unternehmen kommen, für die neuen Techniken und Kommunikationsformen begeistern können. Vielmehr hat die Entwicklung in Richtung eines Enterprise 2.0 heute alle Firmen erfasst.

CW: Immer wieder ist von besorgten CIOs zu hören, die angesichts der wachsenden Verbreitung einfach zu benutzender Web-2.0-Tools im Unternehmen eine Aufweichung von Sicherheits- und Compliance-Standards befürchten. Müssten Anbieter solcher Produkte sich mehr um Sicherheitsstandards kümmern?

McAFEE: Ich habe den Eindruck, dass solche Aspekte bereits beachtet werden und eigentlich nicht mehr viel zu tun bleibt. Die Tools gibt es ja nicht erst seit letzter Woche. Jedes Mal, wenn ich mit Anwendergruppen zusammen bin, frage ich sie nach den Horrorgeschichten über Sicherheits- und Compliance-Probleme, die solche Anwendungen verursacht haben sollen. Doch bislang konnte ich keine finden. Und mal ehrlich: Die Leute kennen doch ihren Job und wissen, dass sie rausfliegen, wenn sie über Firmeninterna reden. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wenn Führungskräfte befürchten, dass Twitter, Blogs oder Wikis die Mitarbeiter verrückt spielen lassen.