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14.10.1994

Alle Modelle kommen mit CD-ROM-Laufwerk und Faxmodem Auch bei der Performa-Baureihe setzt Apple auf die Power-PC-CPU

MUENCHEN (CW) - Apple steigt auch bei Performa-PCs auf den Power- PC-Prozessor um: Fuenf Modelle vom "6110CD" bis zum "6118CD" stehen ab sofort in den USA im Angebot. Die recht komplette Ausstattung umfasst bei allen Rechnern ein CD-ROM-Laufwerk, einen Farbmonitor mit 15 Zoll, 8 MB Arbeitsspeicher und eine mindestens 250 MB grosse Festplatte.

Die Reaktion von US-Marktbeobachtern fiel unterschiedlich aus, meldet die CW-Schwesterpublikation "Computerworld". Positiv sei, dass Apples Entscheidung deutlich werde, im Laufe der Zeit alle Macintosh-Modelle mit einer Power-PC-CPU auszustatten. Ausserdem bringe ein umfangreicheres Rechnerangebot auch die noetige Software mit sich - in Kuerze will selbst Microsoft die Programme Word und Excel in einer Power-PC-Version anbieten.

DV-Leiter grosser Unternehmen hingegen zeigten sich weniger begeistert von den neuen Rechnern: "Apples Performa ist ein PC fuer die breite Masse der Anwender, die wenig Erfahrung im Umgang mit Rechnern haben", sagte John Grabrick, DV-Manager bei 3M. Deshalb habe Apple fuer die Performas einige Teile aus dem gerade vorgestellten Betriebssystems "System 7.5" herausgenommen. Das sei fuer Firmenkunden nicht akzeptabel, hinzu komme, dass die Rechner sich nur bedingt fuer den Betrieb in einem PC-Netz eigneten.

Power-Performa ab 2600 Dollar zu haben

Die Einstiegspreise fuer die Performas "6110CD" und "6112CD" betragen ungefaehr 2600 Dollar. Dafuer erhaelt man einen Rechner mit Power-PC-Prozessor 601 mit einer Taktfrequenz von 60 Megahertz, 8 MB Arbeitsspeicher, eine 250-MB-Festplatte, ein CD-ROM-Laufwerk und ein Faxmodem von Global Village (Uebertragungsrate 14 400 Baud). Hinzu kommt Software wie Claris Works beziehungsweise Microsoft Works sowie einige CD-ROMs.

Die beiden naechstgroesseren Modelle "6115CD" und "6117CD" haben im wesentlichen die gleiche Hard- und Software-Ausstattung, allein die Festplatte fasst bei beiden Rechnern 350 MB Daten. Am oberen Ende der Angebotsskala steht der Performa "6118CD" zum Preis von 2850 Dollar mit einer 500-MB-Festplatte und einem umfangreichen Softwarepaket, das auch Lern- und Spielprogramme einschliesst.

Ob und wann diese Modelle auch in Deutschland erhaeltlich sind, stand bei Redaktionsschluss nicht fest.

Hard- und Software rechtfertigen den Preis

Pieter Hartsook, Herausgeber des Brancheninformationsdienstes "The Hartsook Letter", kritisierte, dass Apple fuer einen Einstiegs- Performa mehr Geld verlange als fuer die Power-Macintosh-Rechner, die im Fruehjahr dieses Jahres vorgestellt wurden. "Der Preis ist fast zu hoch. Doch die meisten Kunden werden trotzdem kaufen, weil die Rechner nahezu komplett mit Hard- und Software ausgestattet sind."

Leichte Verwirrung bleibt allerdings ueber die weitere Produktstrategie: Wann werden Power-PC-Prozessoren mit hoeherer Taktfrequenz eingesetzt? Wann die naechste Power-PC-Generation vom Typ 603, 604 oder 620? Wann wechselt Apple zum neuen Bus-System PCI?

Keiner dieser Termine steht heute schon fest. Die "Computerworld" veroeffentlicht allerdings das Geruecht, dass innerhalb der naechsten zwei Monate mit neuen Power-Macintosh-Modellen zu rechnen sei, die mit einer Taktfrequenz zwischen 100 und 125 Megahertz arbeiten. Bisher tickte die Uhr im leistungsstaerksten Modell Power-Macintosh 8100 mit einer Taktrate von 80 Megahertz.