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18.02.1977 - 

Integrierte Kosten- und Leistungsabrechnung:

Alle Probleme mit einem Programmpaket bewältigt

CW-Bericht, Udo Kellerbach

RAVENSBURG - Ein "modernes Instrument zur Ergebnisplanung und -steuerung" glaubt Controller Bernd Kapp von der Hartmetall-Werkzeug-firma HAWERA, Ravensburg, mit dem von der Unternehmensberatung DSU entwickelten "Integrierten Kosten- und Leistungsabrechnungssystem IKORES" in der Hand zu haben. Er sieht sogar "alle Aufgaben und Probleme des betriblichen Rechnungswesens und Controllings" mit diesem Programmpaket bewältigt. Auch der Hawera-Direktor H. Dobler lobt die DSU-Software und spricht von "erfüllten Anforderungen" und "gutem "Preis-Leistungs-Verhältnis". Zufriedenheit also beim Pilotkunden - Anerkennung aber auch von neutraler Seite: So wurde die Konzeption nach Prüfung durch ein GMD- Sachverständigen-Gremium als förderungswürdig anerkannt und zu 40 Prozent des 12-Mannjahr-Entwicklungsaufwandes (ca. 400 000 Mark) aus Mitteln des 2. DV-Programms der Bundesregierung finanziert.

Der Entschluß zur IKORES-Entwicklung beruht auf der DSU-Erkenntnis, daß in vielen Unternehmen das betriebliche Rechnungswesen den gestellten Anforderungen nicht mehr gerecht wird, weil es überwiegend der Dokumentation des Ist-Zustandes dient und auf herkömmlichen Verfahren aufbaut. Das System wurde daher so konzipiert, daß es neben den reinen Abrechnungsbelangen auch die Gesichtspunkte der Planung und Kontrolle sowie des betrieblichen Informationswesens berücksichtigt. Im einzelnen werden vom Programm abgedeckt:

1. Kostenstellenrechnung

Kostenstellenbericht, Kostennachweis, Planvorschau

2. Maschinenabrechnung

Maschinenstundensatzrechnung, Kapazitätsrechnung, produktbezogene Maschinenauslastung

3. Kostenträgerrechnung

Standardkalkulation, Auftragsabrechnung, Bewertigung "unfertiger Erzeugnisse", Sonderauswertungen

6.Verkaufserfolgsrechnung

nach Produktgruppen, Abnehmergruppen, Vertriebswegen, Einzelkunden.

Besonderes Gewicht wurde bei der Entwicklung des Programmsystems auf Modularität, Flexibilität und Integrationsfähigkeit gelegt. So sind die Programmbausteine einzeln einsetzbar, und über genormte Schnittstellen können auch Daten aus anderen Anwendungsprogrammen wie beispielsweise Materialwirtschaft, Finanzbuchhaltung oder Lohn/Gehalt übernommen werden. Durch den modularen Aufbau kann der Benutzer das Programm sowohl als einfache Kostenrechnung benutzen als auch ein anspruchsvolles deckungsbeitragsorientiertes Planungs-, Informations- und Abrechnungssystem einführen. Durch eine ausführliche Dokumentation sollen die Anwender in die Lage versetzt werden, das Programmsystem schnell selbständig zu benutzen. DSU-Geschäftsführer Beat Herle mißt der Dokumentation große Bedeutung bei, weil er hofft, damit den Einführungs-, Schulungs- und Programmpflegeaufwand zu minimieren. "Wir wollen zwar Geld verdienen, aber keine Abhängigkeit schaffen und dauernd auf dem Seil stehen", erläuterte er seinen Standpunkt.

Das ab Oktober 1977 verfügbare Gesamtpaket kostet 80 000 Mark bzw. 2640 Mark monatliche Lizenzgebühr.

Beat Härle sieht durch den "BMFT-Segen" bestätigt, daß es "etwas Gleichwertiges, besonders im Hinblick auf die Maschinenstundensatzrechnung, auf dem Markt noch nicht gibt". Er glaubt, daß seine IKORES-Vermarktstrategie aufgeht: So stieß er bereits bei der ersten Vorführung des Programmpakets in Ravensburg auf reges Interesse.