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"Pyramid Integrator" verbindet Fertigung und Verwaltung


21.10.1988 - 

Allen-Bradley und DEC: Neuer CIM-Meilenstein

NEW YORK/DÜSSELDORF (CW) - Eine komplette CIM-Lösung steht und fällt mit der Integration von Fertigungssteuerungen und der Informationsverwaltung in einem Unternehmen. Der "Pyramid Integrator", eine gemeinsame Entwicklung von Allen-Bradley, Milwaukee, und Digital Equipment, Maynard, soll hier weiterhelfen.

"Die Kombination zweier führender Unternehmen - Digital im Bereich vernetzter Computersysteme und Allen-Bradley in der Fertigungsautomation - setzt einen neuen Standard für Lösungen, die einfach durchzuführen, leicht zu verwalten, kosteneffizient und voll kompatibel sind", formuliert Kenneth Olsen, Präsident der Digital Equipment Corporation vielversprechend auf einer via Satellit live aus New York übertragenden Pressekonferenz in Düsseldorf. Diese Zusammenarbeit sei die erste ihrer Art im Bereich Fertigung und könne den Unternehmen dabei helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das modular aufgebaute System mit Hardware, Software und Kommunikationsprodukten besteht aus einer speicherprogrammierbaren Steuerung PLC-5/250, einem konfigurierbaren Bildverarbeitungs- und einem MicroVAX-Informations-Prozessor-Modul. Zusätzlich zu der VAX/VMS-Funktionalität ist zukünftig ein weiteres Modul geplant, das unter Unix läuft und kompatibel mit den vorhandenen industriellen Bereichsrechnern Vista 2000 von Allen-Bradley ist.

Die Aufgabenaufteilung sieht im einzelnen wie folgt aus: Der MicroVAX-32-Bit-Prozessor betreibt VMS-Anwendungen und leitet Daten an und von übergeordneten Rechnern im Unternehmen weiter und führt Berechnungen und Überwachungen im Netz aus. Über DECnet/OSI, verbunden mit VAX-Computern einer übergeordneten Werksebene, dient der Prozessor als direkte Verbindung zwischen den Fertigungsdaten und den unter VMS laufenden werksweiten Anwendungen.

Software-Anbieter passen Programme an

Ein eingebauter Coprozessor erledigt die Übersetzungen vom PLC- in das VMS-Format und umgekehrt über eine gemeinsame Speicherschnittstelle. Seine sonstigen Bestandteile: 8-Megabyte-RAM-Speicher, eine Decnet/Ethernet- und eine 4-Kanal-RS-232-Schnittstelle.

Die zweite Komponente, die SPS PLC-5/250 ist sowohl als unabhängiges System als auch im Chassis des Pyramid Integrators mit anderen Modulen lieferbar. Die Programmierung erfolgt mit Hilfe der herkömmlichen Kontaktplan-Logik. Das CVIM-Bildeingabemodul, Bestandteil Nummer drei, ist ein System für die Qualitätsmessung, Inspektion und Prüfung bei schnellen Produktionsvorgängen. Als Bauteil des Pyramid Integrators tastet das Modul bis zu 1800 Teile pro Minute ab, überwacht bis zu 205 Kontroll-Kriterien und erfordert keine Programmierkenntnisse. Ohne Benutzung eines VAX-Rechners kann sowohl eine Off- wie auch Online-Programmierung mit Hilfe der T45- und der T50-Terminals um einem IBM-kompatiblen PC erfolgen.

Als Software für das kombinierte Produktangebot kommen zum einen die Softwareserie 6200 von Allen-Bradley für die Programmierung des PLC-Moduls und angepaßte Anwender-Softwarepakete für die Bereichs- und Überwachungssteuerung zum Zuge. Mit der Lieferung des Pyramid Integrators, der auch in Deutschland erhältlich sein wird (an ausgewählte Kunden), rechnet Allen-Bradley im zweiten Quartal 1989. Auf der Düsseldorfer Pressekonferenz haben die beiden Unternehmen im übrigen neben der Beschreibung ihres neuen "CIM-Anknüpfungspunkts" auch erklärt, daß mehrere Softwareanbieter ihre Programme dem Pyramid Integrator anpassen wollen.