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05.10.1990

Aller Anfang ist schwer

Die Planwirtschaft regelt nicht nur genau die wirtschaftlichen Abläufe eines Landes, sondern auch den Lebenslauf eines jeden Bürgers. Von der Wiege bis zur Bahre sorgt der Staat für das Wohlergehen seiner Einwohner. Wenn diese "fürsorgliche Betreuung" von heute auf morgen wegfällt, beginnt das böse Erwachen.

Als Beispiel soll hierzu nur die Umstellung der Bürger aus dem östlichen Teil unseres Landes auf einen freien Arbeitsmarkt genannt werden.

Wer nie eine Bewerbung geschrieben hat, weil die Betriebe untereinander über den Kopf des Bewerbers hinweg über den Arbeitsplatz entschieden haben, wer nicht gelernt hat, seine Qualifikationen "zu verkaufen ", wird sich wundern, worauf Personalchefs so achten.

Früher hielten die Personalbögen in der Ex-DDR nur das gesellschaftliche Engagement, die vielen Orden im Dienste des Sozialismus, aber auch die Westkontakte der Arbeiterklasse fest; von fachlicher Kompetenz keine Rede. Jetzt müssen die Bewerber feststellen, daß der berufliche Werdegang in den Mittelpunkt jeder Bewerbung rückt und daß sogar Anforderungen an ihr äußerliches Erscheinungsbild oder an ihre Umgangsformen gestellt werden. Unsere Mitbürger im östlichen Teil Deutschlands müssen also lernen, selbstbewußter aufzutreten, denn eines steht fest: Sie sind, was ihre Ausbildung angeht, besser als ihr Ruf. hk