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01.11.2002 - 

Service-Provider (XSP)/Kommentar

Alles wird anders

Joachim Hackmann Redakteur CW

Im ASP-Markt schüren Marktforscher nach wie vor Optimismus. Das einzige, was sie in ihren Prognosen ändern, ist die Höhe der Zuwachsraten. IDC etwa reduzierte sie um zwölf Prozent auf die nach wie vor stolze Zahl von jährlichen 91 Prozent. Die US-amerikanischen Analysten erwarten nun ein Marktvolumen von 6,5 Milliarden Dollar im Jahr 2006.

Über den Grad an Optimismus und die Höhe der künftigen Umsätze mag man streiten, doch eins ist gewiss: Es wird keine großen marktdominierenden Softwarevermieter geben. Im Schatten der einstigen und mittlerweile allesamt gescheiterten ASP-Überflieger haben viele kleine Softwareanbieter von Branchen- und Nischenlösungen eine treue Klientel an sich binden können. Zudem erweitern erste Applikationshersteller ihre Geschäftsmodelle um Betriebs- und Vermietungsdienste. Vor allem die Entwicklung rund um die Web-Services wird dem Markt Schub verleihen, weil sich gezielt Funktionen via Netz und Browser nutzen lassen.

Zudem erweitern viele Outsourcer ihr Portfolio um ASP-ähnliche Verfahren, sie nennen sie nur anders: Angebote wie Software as a Utility und Service on Demand meinen alle, dass entfernte Anwender zentrale Dienste gegen eine nutzungsabhängige Gebühr verwenden dürfen. Last, but not least halten ASP-Lösungen Einzug in die interne Unternehmens-IT, sprich die hauseigene IT-Abteilung erweitert ihre Leistungen um Inhouse-ASP-Dienste.

Aus sämtlichen Entwicklungen mag sich ein Geschäft mit enormen Potenzial ergeben. Doch der Markt wird aufgrund seiner vielfältigen Anbieter, Bezeichnungen und verschiedenen Verfahren heterogener und unüberschaubarer. Das muss nicht nachteilig sein, denn es bedeutet auch, dass Angebote viel stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind. Insofern sind Prognosen à la IDC Makulatur, denn keiner überschaut künftig noch, wer für wen wo und womit ASP-Einahmen erzielt.