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12.03.1976 - 

Eden Reform GmbH Bad Soden:

Alles zusammen zum Hardware-Preis

BAD SODEN - Seit dem Jahre 1893 produziert die Eden-Waren GmbH Reformwaren. Heute werden die vielfältigen Markenerzeugnisse direkt, also ohne Einschaltung des Zwischenhandels an 3000 Fachgeschäfte des Reformwarenhandels versandt. Bei dem derzeitigen Jahresumsatz von 60 Millionen Mark (250 Mitarbeiter) müssen monatlich etwa 15000 Rechnungen an die Kunden gesandt werden - das entspricht einem täglichen Aufwand von 750 Fakturen - und das alles ohne eigene EDV.

Dr. Johannes Höller, Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Finanzen und Verwaltung hat seine Entscheidung, alle Arbeiten des Rechnungswesens wie Finanzbuchhaltung, Kreditoren, Debitoren mit Bankeinzug und Lagerbuchhaltung zur Verarbeitung außer Haus zu geben, bis heute nicht bereut: " Was wir an Monatsmiete bei eigenem EDV-System zahlen müßten, deckt exakt den Betrag den das Service-Rechenzentrum von uns bekommt - wir sparen also die Personalkosten für zusätzliche EDV-Mitarbeiter haben keinerlei Schwierigkeiten mit dem System selber und profitieren von der Fachkenntnis der Rechenzentrumsleute ".

Drei Jahre Lochkarten genügten

Anfänge mit einer eigenen EDV gab es allerdings bei der Eden GmbH schon: Von 1965 bis 1968 war eine " Datenverarbeitungsanlage " installiert - eine konventionelle Bull-Lochkarten-Maschine, die den damals anfallenden Arbeitsaufwand noch bewältigte. Im Zuge der dynamischen Entwicklung des Unternehmens wurden aber aussagefähige Führungszahlen, die schnell verfügbar sein mußten, zur dringenden Notwendigkeit. Hinzu kam das permanent steigende Rechnungsvolumen, für das die vorhandene Anlage nicht mehr ausreichte.

" Für ein Unternehmen unserer Größenordnung ist die EDV außer Haus die, kostengünstigste Alternative für die Datenverarbeitung. Voraussetzung ist jedoch, daß man mit einem großen, leistungsfähigen Partner auf der EDV-Seite zusammenarbeitet. Dann liegen die Vorteile der Zusammenarbeit ganz eindeutig auf der Kostenseite." Diesen Partner glaubt Dr. Höller im Rhein-Main-Rechenzentrum gefunden zu haben, einer Service-Gruppe mit über 30 Vertretungen in Deutschland, die mit 220 Mitarbeitern zwei Großanlagen Honeywell Bull 6060 und 6040 betreibt. Speziell für die Eden GmbH wurden Programme entwickelt für die tägliche Fakturierung, zusätzliche statistische Auswertungen wie Artikelstatistik, Provisionsabrechnungen und Lagerbestandsübersichten.

Schnittstelle Datenerfassung

Das A und O einer reibungslosen Zusammenarbeit liegt, so Höller, eindeutig in einer exakten Datenerfassung, die seiner Meinung nach grundsätzlich im eigenen Haus durchgeführt werden sollte: " Im Rechenzentrum können noch so hochqualifizierte Spezialisten arbeiten, Fehler in der Datenerfassung können nur durch unsere Fachabteilungen erkannt und verbessert werden. " Zu diesem Zweck gibt es bei der Eden GmbH vier Lochstreifen-Datenerfassungsgeräte .

Und genau hier endet Höllers Verantwortung: Das Rechenzentrum holt täglich die Datenträger ab und liefert gleichzeitig die fertigen Rechnungen des Vortags an.

An eine eigene EDV denkt Höller auch heute nicht, im Gegenteil: " Weil alles so gut läuft, haben wir seit Oktober auch unsere Lohn- und Gehaltsabrechnung außer Haus gegeben."