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05.05.1995

Allgemeine Zurueckhaltung Comdex-Themen reduzieren sich auf das Internet und Windows 95

Die diesjaehrige Fruehjahrs-Comdex in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia fand erstmals unter der Aegide des japanischen Softbank- Konzerns statt, der den bisherigen Veranstalter, die Interface Group, uebernommen hat. Doch das Debuet der neuen Verantwortlichen konnte nicht mit den gewohnten Superlativen aufwarten: Ruecklaeufige Zahlen musste man bei den Ausstellern insbesondere im Hardwarebereich, bei den Produktpremieren und auch bei den Besuchern hinnehmen. Es scheint, als verhalte sich die DV-Branche eher abwartend bezueglich der Entwicklungen in Sachen Internet und Windows 95 - den zentralen Themen der Messe. Aus Atlanta berichtet Detlef Borchers*.

"Phreakig" ging es in der Umgebung von Atlanta zu, wo sich die Hacker (im Slang: Phreaks) am Wochenende der Comdex-Eroeffnung zu einem Kongress ueber die Zukunft des Internet trafen. Durch eher inoffizielle Kanaele hat das Ereignis auch den geschaeftsmaessigen Messealltag erreicht und fuer Abwechslung auf den Keynotes des Kongressprogramms gesorgt. So zeigte Novell-Chef Robert Frankenberg im Verein mit dem Komikerpaar Penn & Teller eine Zirkuseinlage zum Thema "Illusion & Reality", in der er seinen Visionen freien Lauf liess: Rund eine Milliarde Menschen sollen bis zum Jahr 2000 an Netware angeschlossen sein - fuer Frankenberg uebrigens eine realistische Zahl (sie entspricht 550 000 neuen Netware-Clients pro Tag), da er mit TSAPI (Telephony Systems Application Programming Interface) offensichtlich die Telefone dieser Welt stuermen will.

Aehnlich fortschrittlich gab sich der Chef des Telefonkonzerns MCI, Bert Roberts, der den "very high speed Backbone Network Service" (vBNS) fuer die Internet-Verbindungen des amerikanischen Forschungsnetzes ankuendigte. Das vBNS soll anfaenglich mit 155 Mbit/s arbeiten und spaetestens im Jahre 1996 die Grenze von 600 Mbit/s ueberschreiten, um dann das 14fache des heutigen Backbones zu transportieren.

Vincent Cerf durfte als einer der "Vaeter des Internet" (und Angestellter von MCI) in einer live zugeschalteten Videouebertragung via ATM die Vorteile der neuen Technik preisen. Seine Warnung vor einer allzu hastigen Kommerzialisierung des weltweit groessten Netzverbunds gestaltete sich nicht eben kompatibel mit der MCI-Vision von einem "Business MCI" als dem groessten Internet-Anbieter fuer Geschaefte - MCI zeigte auf der Messe mit "