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12.02.1988 - 

Deutsche Tochtergesellschaft soll Verkauf ankurbeln:

Alliant dreht am Minisuper-Karussell

MÜNCHEN (CW) - Dem zunehmenden Konkurrenzdruck im Bereich der Minisupercomputer will Alliant durch die Flucht nach vorne begegnen: Zwei neue Maschinen der "zweiten Generation" sollen das Produktspektrum des Herstellers aufwerten. Außerdem soll in diesem Jahr noch eine deutsche Tochtergesellschaft ihre Arbeit aufnehmen.

Die beiden neuen 64-Bit-Rechner FX/40 und FX/80 sind in ihrer maximalen Ausbaustufe mit vier beziehungsweise acht

(Vektor)-Prozessoren bestückt, die echte Parallelverarbeitung beherrschen. Im Gegensatz zu dem häufig üblichen Multiprocessing wird dabei ein einzelnes Programm auf die vorhandenen Prozessoren verteilt und dadurch in seinem Ablauf beschleunigt. Der von Alliant angebotene parallelisierende Fortran-Compiler erlaubt die Verwendung auch existierender Anwendersoftware auf Quelleode-Ebene. Da die

Prozessor-Hardware außerdem mit dem Modell FX/8 steckerkompatibel ausgeführt ist, ergebe sich für Anwender dieser Maschine ein Wachstumspfad, meinte ein Sprecher des Unternehmens.

Die Rechenleistung der beiden neuen Maschinen gibt der Hersteller mit 30 und 65 Megaflops an, gemessen nach dem

Linpack-Benchmark. Die FX/40 kostet in der Grundkonfiguration 325 000 Mark, für die FX/ 80 sind 650 000 Mark anzulegen. Der pKäufer erhält dafür ein System mit 32 MB Hauptspeicher, 1,1 Gigabyte Festplatte und einem CartridgeL,aufwerk. Die FX/40 kommt mit einem, die FX/80 mit zwei Prozessoren als Grundausstattung. Alle Systeme sind darüber hinaus mit einem Ethernet-Controller, Operatorkonsole, einem Matrixdrucker, dem Betriebssystem, dem FX/Fortran-Compiler und einer Bibliothek für wissenschaftliche Anwendungen ausgestattet. Die Maschinen laufen unter Berkeley-Unix 4.2.

Um die Verkaufsaktivitäten im deutschen Sprachraum anzukurbeln, will das Unternehmen den derzeit laufenden Kooperationsvertrag mit dem Workstation-Hersteller ApolloDomain auslaufen lassen und eine eigene Geschäftsstelle in Deutschland gründen. Vor allem will der Hersteller dabei Verkaufsmannschaft aufstocken. Die derzeitige AlliantMannschaft zur Betreuung der sechs in Deutschland installierten Maschinen bestehe lediglich aus Kundendienst-Fachleuten, erklärte John M. Harte, der Europa-Manager des Unternehmens, vor Journalisten. Die Alliant Deutschland GmbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Über den Sitz der Gesellschaft wurde noch nicht endgültig entschieden Favoriten sind Frankfurt und München.