Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.05.2007

Allianz lagert Desktop-Betrieb an Fujitsu aus

500 IT-Mitarbeiter sind betroffen. Das Volumen beträgt 400 Millionen Euro.

Die Allianz Dresdner Informationssysteme GmbH (Agis) übergibt zum 1. Juli 2007 den Betrieb der dezentralen IT sowie der Netze und TK-Dienste für die kommenden fünf Jahre an Fujitsu Services. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf rund 400 Millionen Euro, etwa 500 Agis-Mitarbeiter wechseln unter das Dach der Fujitsu Services Deutschland GmbH. Ihnen haben die Partner Bestandsschutz für die gesamte Vertragslaufzeit zugesichert.

Der Servicevertrag umfasst neben dem Netz- und TK-Betrieb die Betreuung von rund 35 000 Endgeräten. Insgesamt nutzen Allianz und Dresdner Bank deutschlandweit jedoch 90 000 Desktops, Laptops und Drucker. Zum Teil werden sie bereits von Fremdfirmen betreut. Nach und nach soll Fujitsu Services sie jedoch unter seine Obhut nehmen. Zu den Sparzielen machten die Partner keine Angaben. "Wir streben große Skaleneffekte an, so dass wir dem Branchen-Benchmark entsprechen", kündigte Kurt Servatius, Vorsitzender der Agis-Geschäftsführung, an.

Die Wahl sei unter anderem auf Fujitsu Services gefallen, weil das Unternehmen enorme Wachstumsziele in Europa verfolge und damit Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter verspreche. Winfried Holz, Geschäftsführer Fujitsu Services Deutschland, kündigte bereits eine weitere Expansion durch Übernahmen von IT-Dienstleistern und IT-Töchtern großer Konzerne sowie durch umfangreiche internationale Auslagerungs-Deals an. "Im Gegensatz zu vielen unserer großen Mitbewerber haben wir keine Überkapazitäten", sagte Holz anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Die übernommenen Mitarbeiter sollen in die europaweite Serviceorganisation von Fujitsu integriert werden und dort sukzessive auch Aufgaben für andere Kunden übernehmen.

Die Aufgaben der Agis

Ungeachtet des Outsourcing-Deals positioniert sich die Allianz-Tochter Agis weiterhin als Full-Service-Provider für den Versicherungs- und Bankkonzern. Auch die Steuerung der ausgelagerten Leistungen sowie die Abrechnung obliegt der Agis. Im Engineering und Projektgeschäft beansprucht sie die Führung, strebt jedoch eine enge Verzahnung der Partner an. Vor zwei Wochen hatte die Allianz angekündigt, ihre interne IT europaweit neu zu organisieren. Davon ist auch die Agis betroffen. Sie soll zum 1. Juli 2007 in der neuen Gesellschaft Allianz Shared Infrastructure Services (Asic) aufgehen. "Die beiden Veränderungen gehen Hand in Hand", erläuterte Servatius das Zusammenspiel von Outsourcing und interner Konsolidierung. "Ein wichtiger Teil der Neuausrichtung der IT-Infrastruktur in Europa ist die Unterscheidung zwischen Kernbereichen, also Großrechnersystemen und Servern, und Bereichen, die nicht unsere Kernkompetenz bleiben werden, also Desktop-, Netz- und Telekommunikationsservices." Für weitere Abkommen im Bereich Desktop-Management in Europa sei Fujitsu Services bevorzugter Partner, so der Agis-Chef . Auslagerungsvorhaben über den Desktop, Netz- und TK-Betrieb hinaus sind jedoch nicht geplant. (jha)