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24.01.2005

Allianz schließt die Hintertür für bösartigen Code

Mitarbeiter gelangen nicht mehr auf Web-Mailer-Seiten.

Die Allianz hat ihren Kampf gegen Viren, Würmer und sonstigen bösartigen Code verschärft. Seit Anfang Dezember können die Mitarbeiter der Münchner Versicherung von ihrem Arbeitsplatzrechner aus nicht mehr auf Seiten so genannter Web-Mailer zugreifen.

Fehlermeldung in Browser

Gesperrt wurden unter anderem Diensteanbieter wie Web.de, GMX und Hotmail. Rufen die Angestellten eine der betroffenen Seiten im Browser auf, erhalten sie eine Fehlermeldung. Zu den technischen Details der Sperrung wollte der Konzern keine Angaben machen.

Laut einer IT-Sprecherin der Allianz öffnen die Web-Mailer eine Hintertür für Angriffe auf das Firmennetz. Dieses werde mittels einer dreistufigen Sicherheitsarchitektur geschützt. Durch die Nutzung der E-Mail-Dienste würden jedoch zwei Kontrollstationen umgangen, was die Gefahr eines Befalls durch bösartigen Code vergrößere. Zudem unterliege der Austausch geschäftsbezogener Daten besonderen Sicherheitsbestimmungen und dürfe nicht über fremde Mail-Server erfolgen. Die Frage für den Konzern war daher, den eigenen Sicherheitsaufwand zu steigern oder die Web-Mailer konsequent zu sperren. Nach etwas über einem Monat könne noch keine Bilanz der Aktion gezogen werden, so die Allianz-Sprecherin. (ajf)