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ELAC mit erster 370115:


27.11.1974 - 

"Als Pionier-Anwender bestens umsorgt"

KIEL - Erster deutscher Anwender des im Böblinger IBM-Labor entwickelten Systems 115 ist die ELAC Electroacustic GmbH in Kiel.

"Wir werden bestens umsorgt" meint EDV-Chef Harald Book (32) über den besonderen Kundendienst der IBM bei Erstanwendern. Seit der Installation Ende Juni macht Book "praktisch alles, was in einem Fertigungsbetrieb anfällt" mit der 115: Rechnungswesen, Lohn- und Gehalt, Verwaltung des Vertriebsbereichs, Auftragsdarstellung, Materialwirtschaft und -Disposition, die Fertigungssteuerung und die Stücklistenverwaltung.

23 000 Mark Monatsmiete

Mit der jetzigen Kapazität will man in Kiel "die nächsten zwei Jahre" auskommen. Derzeit ist installiert eine Zentraleinheit 370/115, ein Magnetplatten-Speichersystem 3340 mit vier Laufwerken, durchschnittliche Zugriffszeit 25 Millisekunden, Übertragungsrate 885 KB/Sek., ein Plattenstapel 3348, Modell 035 mit einer Gesamtkapazität von 34 944 768 Bytes, ein Drukker 3203 mit 132 Druckstellen und einer Druckkapazität von 1200 Zeilen pro Minute und eine Karteneinheit 2560, die 500 Karten in der Minute liest.

Für die jetzt installierte Konfiguration zahlt ELAC eine Monatsmiete von 23 000 Mark, nicht eingeschlossen ist die Miete für den Plattenstapel.

Book arbeitet bis heute nicht mit Standard-Software-Paketen, sondern läßt alles "selber stricken": "Damals, als wir angefangen haben vor acht Jahren, waren noch keine fertigen Programme auf dem Markt, und heute sind wir so weit, daß wir keine mehr brauchen."

Emulation 360/20 auf 370/115

Derzeit arbeiten in der EDV-Abteilung zwölf Leute, davon sind fünf mit dem Operating und der Programmpflege betraut, sieben zur Datenerfassung.

Einen großen Vorteil gerade für die Software-Seite sieht Book darin, daß bei der Umstellung vom System 360/20 auf die 115 durch einen integrierten Emulator alle Programme weiterverwendet werden können.

Neu bei ELAC ist die Übernahme des gesamten Organisationssektors auf EDV sowie die Fertigungssteuerung. Für diesen Zweck will man sich doch einmal "auf dem Software-Markt umsehen, denn da hat sich doch in der Zwischenzeit einiges getan".