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23.10.2008

Altana erwartet trotz Finanzkrise weiteres Wachstum

NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Spezialchemiekonzern Altana AG rechnet trotz der Finanzkrise mit weiterem Wachstum und erwartet auch in einem konjunkturell schwächeren Umfeld, seine Gewinnmarge halten zu können. Des Weiteren will das Unternehmen mit Sitz in Wesel am Niederrhein unverändert über Zukäufe wachsen und seine Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Krise zumindest aufrechterhalten oder sogar hochfahren.

NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Spezialchemiekonzern Altana AG rechnet trotz der Finanzkrise mit weiterem Wachstum und erwartet auch in einem konjunkturell schwächeren Umfeld, seine Gewinnmarge halten zu können. Des Weiteren will das Unternehmen mit Sitz in Wesel am Niederrhein unverändert über Zukäufe wachsen und seine Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Krise zumindest aufrechterhalten oder sogar hochfahren.

Altana sei davon überzeugt, die Herausforderungen, die jetzt auf das Unternehmen aus ökonomischer Sicht zukämen, gut zu meistern und sogar gestärkt aus der Krise hervorzugehen, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Wolfgruber am Mittwochabend vor Journalisten in Nürnberg.

Die Auswirkungen der Finanzkrise seien mittlerweile in der Realwirtschaft angekommen, erklärte der Manager. "Wir treten in Europa und in Asien in eine rezessive Phase ein", fügte er hinzu. Auch Asien wachse schwächer. Altana werde aber auch in einem schwächeren Marktumfeld wachsen, sagte er.

Seinen Optimismus begründete der Manager zum einen mit der Struktur des Unternehmens. Altana sei sehr dezentral und marktnah organisiert. Im Unternehmen würden viele Entscheidungen nah vor Ort und schnell fallen. Daher könne das Unternehmen sehr schnell auf Veränderungen reagieren. Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass das Absatzwachstum von Altana nicht ganz hart mit der Absatzentwicklung der Kunden und Abnehmermärkte korreliere.

Das Absatzwachstum von Altana hänge unter anderem von der Fähigkeit des Unternehmens ab, dem Kunden neue Geschäftsmöglichkeiten zu bieten, sagte Wolfgruber. Bestes Beispiel dafür sei der Altana-Geschäftsbereich Additives & Instruments (BYK). Der Bereich sei in all den Jahren in denen das Marktumfeld wenig Wachstum gezeigt habe, zweistellig gewachsen. Dies zeige, dass die Fähigkeit Innovation zu betreiben das Wachstum bei BYK getrieben habe.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass Altana nicht einfach ein Chemieprodukt zum günstigsten Preis verkaufe sondern dem Kunden ein umfassendes Paket mit vielen Dienstleistungen biete. Da die Produkte nicht beliebig austauschbar seien, gebe es hohe Eintrittsbarrieren für Nachahmer. Das garantiere auch in schwierigeren Zeiten solide Kundenbeziehungen und die Möglichkeit auch in einem insgesamt schlechteren Umfeld noch Wachstum zu generieren, sagte Wolfgruber.

Zuversichtlich sei Altana auch deshalb, weil das Unternehmen nicht von einzelnen Produkten, Regionen, Branchen oder Kunden abhänge sondern eine sehr gesunde Risikobalance vorweisen könne. Früheren Angaben zufolge ist das Unternehmen von keinem seiner Endmärkte stärker als mit 20% abhängig und erzielt mit keinem Kunden mehr als 2% Umsatzerlöse. Das Geschäftsmodell von Altana setze einerseits auf innovationsgetriebene Nischenmärkte, sei aber andererseits in diesen Nischenmärkten sehr breit aufgestellt, sagte Wolfgruber.

"Daher denke ich dass wir auch in schwierigeren Zeiten weiter wachsen werden". Das Umsatzwachstum werde vielleicht nicht so stark ausfallen wie in den zurückliegenden beiden Jahren als das Unternehmen noch organisch prozentual zweistellig gewachsen sei. Ziel sei aber weiterhin, in den kommenden Jahren im Mittel jährlich um 6% organisch zu wachsen, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

An dem Plan, auch über Akquisitionen weiter zu wachsen, will Wolfgruber trotz Finanzkrise weiter festhalten. Zur Strategie von Altana gehöre auch, Akquisitionen zu tätigen, sagte er. Das gelte für arrondierende Zukäufe, aber auch - wenn alles passe - für eine Erweiterung des Portfolios. Den Aufbau eines fünften Geschäftsbereichs hat Altana schon länger im Blick. "Sie werden Altana daher auch in Zukunft als Wachstumswert sehen", sagte Wolfgruber.

Die hohe Ertragskraft des Konzerns will Altana trotz konjunktureller Abschwächung beibehalten. Die EBITDA-Marge in der Bandbreite von 18% bis 20% werde Altana weiter halten, auch wenn sich das Wachstum insgesamt abschwäche, betonte der Manager. Innovationsgetriebenes organisches Wachstum - wie es Altana generiere - sei immer ein bisschen profitabler als Geschäfte die schon einen längeren Lebenszyklus aufwiesen, begründete der Manager seine Zuversicht.

Druck von der Marge werde auch deshalb genommen, weil die Produkte von Altana zwar sehr wichtig für die Kunden seien, da sie aber nur in geringen Mengen eingesetzt werden, würden sie nur einen geringen Kostenfaktor bei dem Kunden darstellen.

Der Konzern denkt trotz Krise nicht daran, Investitionen zu kürzen. "Wir werden ungebrochen weiter in die Zukunft investieren", sagte Wolfgruber. Das Unternehmen werde auf keinen Fall Investitionen oder Forschungsaufwendungen, die künftiges Wachstum antreiben, zurückfahren. "Wir werden unsere Investitionen für die Forschung eher noch steigern, kündigte der Manager an.

Natürlich werde das Unternehmen seine Effizienzreserven heben und auch die Kostenstrukturen beleuchten, räumte Wolfgruber ein. Das sei sinnvoll in der aktuellen Situation und helfe auch wieder ein bisschen schlanker zu werden. Gerade in dem innovationsgetriebenen Geschäft von Altana seien Forschung und Entwicklung für den zukünftigen Unternehmenserfolg von großer Bedeutung.

Webseite: http://www.altana.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/jhe

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