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23.06.1989 - 

Gewerkschaft warnt vor austretenden Furanen:

Alte DV-Bildschirme unter Giftverdacht

MÜNCHEN (ujf) - Nicht nur Fernsehgeräte, wie kürzlich in der Tagespresse zu lesen war, sondern auch viele Computermonitore enthalten als Flammschutzmittel gefährliche Stoffe: Die Kunststoffgehäuse der Bildschirme wurden Jahrelang unter Verwendung polybromierter Dibenzofurane hergestellt. Diese den Dioxinen verwandten Stoffe stehen unter dem Verdacht, Krebs auszulösen.

Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft hat jetzt das Bundesgesundheitsamt in Berlin aufgefordert, die Gefährdung der Arbeitnehmer durch möglicherweise an die Atemluft tretendes Furan-Gas zu untersuchen. Eine akute Gefahr wird dort aber nicht angenommen. Bis definitive Erkenntnisse über die Giftkonzentration in den Büros vorliegen, sollten die Anwender aber - so DAG-Vorstandsmitglied Ursula Konitzer - die Geräte stets ausschalten, wenn sie gerade nicht gebraucht werden. Außerdem solle man für eine gute Durchlüftung der Räume sorgen. Diesen Rat bekommt man auch am Hamburger Umwelt-Telefon.

Der Industrie ist das Problem seit geraumer Zeit bekannt. So haben große Hersteller von Monitoren - wie IBM oder Siemens - in ihren Werken die toxischen Brandschutzmittel längst durch harmlosere, weil weniger flüchtige Substanzen ersetzt. Bei IBM zum Beispiel dürfte von den meisten seit 1986 produzierten Geräten keine Gefahr mehr ausgehen. In jenem Jahr brachte ein amerikanischer Chemie-Konzern einen Ersatzstoff auf den Markt.

Derzeit befassen sich verschied(...) Institutionen mit der Problems(...)stanz, darunter auch das Umweltbundesamt, das Öko-Institut in Freiburg und die Hamburger Umweltbehörde, die in ersten Tests Spuren der Substanz in der Raumluft nachgewiesen hatte. In Berlin sollen demnächst Brandversuche unternommen werden, um festzustellen, welche Furan-Mengen bei einem Feuer im Gerät entweichen können.