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07.05.1999 - 

Kommentar

Alte Hüte mit neuer Paßform

Die Einschätzungen der Balanced Scorecard klaffen weit auseinander: "Wir haben plötzlich begriffen, wie unser Unternehmen funktioniert", heißt es aus dem Mund eines Topmanagers. "Das ist doch nur ein alter Hut mit neuem Etikett", behauptet ein anderer.

Beides ist richtig. Das Management-Tool vollbringt kleine Wunder, führt zu neuen Erkenntnissen, und doch ist nicht alles neu. Zum einen knüpft die Balanced Scorecard lose Enden aus den verschiedenen Unternehmensbereichen zusammen. Die Kennzahlen stammen dabei aus bewährten Methoden. Durch die Zusammenführung jedoch ergibt sich eine mehrdimensionale Betrachtungsweise, die über rein finanzielle Bewertungen eines Unternehmens hinausweist. Die Abhängigkeiten der verschiedenen Stellschrauben voneinander werden erkennbar. Doch die Scorecard ist kein Allheilmittel. Im Gegenteil, sie ordnet sich der Unternehmensstrategie unter.

Zum anderen klaffen Management und Tagesgeschäft häufig auseinander. Der Angestellte weiß mehr über sein Arbeitsfeld als der Boß. Führungsmaßnahmen erscheinen den Mitarbeitern als willkürlich. Indem die BSC festschreibt, was für das Unternehmen wichtig ist, erhält die Belegschaft eine Chance zum Mitdenken und zugestalten, das Management eine auf Aufklärung und Korrektur.