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20.08.1982

Alternative für maschinenferne Sprachen Anwendungsgeneratoren im Vormarsch

HOUSTON, Texas (cw) - "Es bestehen gute Aussichten für einen revolutionären Wandel in der Art und Weise, wie wir unsere Arbeit machen", stellte Jerrold M. Grochow, Vorsitzender der Fachsitzung "Anwendungsgeneratoren in Gegenwart und Zukunft", auf der diesjährigen National Computer Conference in Houston fest.

Grochow, Vizepräsident für Produktentwicklung bei der American Management Systems, wies darauf hin, daß der Begriff "Anwendungsgenerator" vor zwei Jahren noch kaum verwendet wurde. Inzwischen gibt es bereits 40 bis 50 Produkte mit dieser Bezeichnung.

Bill Grafton, Leiter der Datenbanksysteme bei Continental Airlines, gab einen Überblick über die von ihm zusammen mit Alfonso Cardenas vom Computer Science Department der University of California entwickelten Anwendungsgeneratoren. Die Zeit sei reif für eine Alternative zu den alternden maschinenfernen Sprachen wie Cobol oder Fortran, sagte er. Diese traditionsbehafteten Vorgehensweisen hätten zu Problemen geführt; vor allem die langsame Reaktion auf Benutzerprojekte und die Rückstände an unentwickelten Systemen seien hier zu nennen.

Codierverfahren noch problembehaftet

"Was uns zu schaffen macht, sind prozedurale Codierverfahren", betonte Grafton. Deshalb seien neue Vorgehensweisen zur Überwindung der ständigen Staus in der Anwendungsentwicklung und Programmwartung erforderlich. Er nannte folgende Arten von Anwendungsgeneratoren:

- Turnkey-Anwendungssoftware,

- Self-customizing,

- generalisierte Dateiverwaltungssysteme und Reportgeneratoren,

- Prozessoren für Abfragesprachen,

- Anwendungsentwicklungssysteme,

- andere Generatoren, wie Data-Dictionary-/Directory-Systeme und Precompiler.

Bei den Turnkey-, Self-customizing- und Dateiverwaltungssystemen bestünden die Probleme darin, daß sie im allgemeinen nicht mit Datenbankverwaltungssystemen arbeiteten, außerdem sei der Umwandlungsaufwand zu groß.

Mangel an Normen

Die gegenwärtigen Anwendungsentwicklungssysteme - so Grafton - kämen dem schon recht nahe, was die Anwender brauchen. Der allgemeine Mangel an Branchennormen und die Nichtverträglichkeit mit neuen relationalen Abfragesystemen seien aber noch schwerwiegende Nachteile bei diesen Produkten.

Als erwünschte Merkmale für Anwendungsgenerierungssysteme

nannte er:

- Gesamtsystem,

- dateiorientiert,

- Schnittstelle zu Datenbankverwaltungssystemen,

- Betonung terminalorientierter Anwendungen,

- Datenfluß nach E/A-Spezifikationen,

- nichtprozedural.

Der Autor gehört zum Stab der COMPUTERWORLD. Aus COMPUTERWORLD vom 21. Juni 1982 übersetzt von Hans. J. Hoelzgen, Böblingen.