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12.05.2000 - 

W3C-Standard für viele Aufgaben zu komplex

Alternative XML-APIs rivalisieren mit DOM und SAX

MÜNCHEN (ws) - Um Entwicklern den einheitlichen Zugriff auf XML-Dokumente in verschiedenen Sprachen zu ermöglichen, empfahl das W3-Consortium die Schnittstelle Document Object Model (DOM). Gerade für einfachere Aufgaben ist diese aber zu kompliziert. Deshalb entstehen für bestimmte Zwecke unkompliziertere APIs.

DOM repräsentiert die Dokumentenhierarchie in Baumform und erlaubt so den gezielten Zugriff auf einzelne XML-Elemente. Alle gängigen Parser unterstützen mittlerweile diese Schnittstelle. Ihre Nutzung erfordert aber gute XML-Kenntnisse. Ähnlich verhält es sich mit der Simple API für XML (SAX), bei der XML-Dokumente sequenziell verarbeitet werden.

Alternativen sind vor allem für relativ einfache Aufgaben gefragt, die in ähnlicher Form immer wiederkehren. Dazu zählt der Zugriff auf XML-Dokumente, in die Tabellen aus Datenbanken exportiert wurden. Die meisten DB-Hersteller bieten inzwischen Tools an, mit denen sich relationale Daten vor allem für den Datenaustausch in XML-Dokumenten speichern lassen. Wenn nun beispielsweise aus Adressdaten alle Telefonnummern extrahiert werden sollen, erfordert DOM eine aufwendige Navigation durch den Dokumentenbaum. Einfacher soll dies mit der offenen "Record-oriented API for XML" gehen. Erste Implementierungen liegen für die Scriptsprachen Python und Perl (http://www.dancentury.com/robh) vor.

Ähnliche Gründe bewegten Jason Hunter und Brett McLaughlin zum Entwurf des Java DOM. Ihnen ging es weniger um die Vereinfachung bestimmter Aufgaben, sondern um eine bessere Abstimmung auf die Sprache Java. Das sprachneutral gehaltene DOM ist ihrer Meinung nach nicht geeignet, die Features von Java adäquat zu nutzen. Das leichtgewichtige JDOM soll zudem eine stärkere Abstraktion von XML leisten und so Java-Programmierern entgegenkommen. Die im Rahmen des Open-Source-Projekts entwickelten Klassen gibt es unter http://www.jdom.org.