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12.10.1990

Altlasten im Schlepptau

Keine Computerunterstützte oder -integrierte Fertigung (CIM) ohne Produktionsplanungs- und Steuerungssystem. Mit dieser Aussage ist schon das gesamte außerordentlich breite Anwendungsspektrum von PPS-Systemen skizziert. Das bedeutet auch, daß diese komplexen und umfangreichen Softwaregebilde häufig über eine lange und bewegte Historie verfügen, mit allen Vor- und Nachteilen dieser Altlasten in Form von Lines of Code.

Wohl für alle gängigen Betriebssysteme und größeren Rechner gibt es zahlreiche PPS-Produkte mit den xten Releases und noch mehr Referenz-Anwendungen. So viele PPS-Systeme gibt es (siehe Marktübersicht auf Seite 58), daß man sich wundert, daß in diesem Markt nicht längst eine Bereinigung stattgefunden hat. Dennoch: Das Rad muß auch hier nicht wieder neu erfunden werden, vielmehr wäre - wie immer, wenn ein Marktsegment sich in dieser Entwicklungsphase befandet - eine Standardisierung wünschenswert.

Flexibilität ist geradezu d a s ausschlaggebende Kriterium für diese Systeme. Aber nicht nur ihr softwaretechnischer Komfort und ihre Portabilität entscheiden über die Lebensdauer, auch ihre Fähigkeit, mit dem Unternehmen wachsen zu können.

Häufig spiegeln sie zwar den Ist-Zustand wesentlicher Teile eines Produktionsunternehmens wider und bringen einen hohen Grad von Exaktheit und Transparenz in die Abläufe, doch geht der Trend dahin, PPS-Systeme sozusagen um einige Prognose-Features anzureichern (Seite 69). Das immer schon etwas utopisch anmutende umfassende "Management Information System" (MIS) oder auch das "Decision Support System" lassen grüßen.

Die Gegenwartsprobleme dürften aber eher - in den nicht ausreichend standardisierten Schnittstellen zu anderer modularer Standard-Software liegen, wie zum Beispiel zu BDE-Systemen, - in der Portierbarkeit auf Unix-Maschinen, die zwar noch keinen Zusatznutzen für den Anwender bringt (siehe Seite 71), aber diskutiert wird, und

- in der gesamten Integrationsthematik, von der PPS-Systeme, wie nur wenige andere Softwareprodukte, betroffen sind. bi