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06.03.1992 - 

Mehrplatz-Systeme mit einer bis vier CPUs

Altos hofft mit Unix-PCs auf den Trend zu offenen Systemen

MÜNCHEN (CW) - Vier offene Systeme mit einer bis vier CPUs präsentierte der Unix-Spezialist Altos. Die Münchner Altos-Niederlassung, eine Division der Acer Computer GmbH, gab zugleich bekannt, daß das Altos-spezifische Unix-Derivat die Prüfungen der X/Open durchlaufen hat und die XPG3-Spezifikationen erfüllt.

Die Systeme der "Open Systems"-Familie sind vom Einstiegsmodell bis zum Mehrprozessor-Rechner binärkompatibel, behauptet der Anbieter. Als Mehrplatz-System für bis zu zwölf Anwender und 16 Endgeräte ist die Produktvariante "System 3000" konzipiert. Der Computer basiert auf einem 386-Prozessor (33 Megahertz) mit 64 KB externem Cache. In der Basisversion gehören zur technischen Ausstattung 8 MB RAM - auf 16 MB erweiterbar eine 210 -MB-Festplatte, ein 150-MB-Streamer sowie ein 3 1/2-Zoll-Diskettenlaufwerk. Der Preis beträgt rund 17 000 Mark. Mit einer austauschbaren CPU sind die EISA-PCs der Systemreihe "4500" ausgestattet. Als höchste Ausbaustufe ist ein 486er Prozessor (50 Megahertz) möglich, der auf eine maximale Leistung 40 MIPS kommen soll. Laut Altos werden bis zu 64 Anwender und 256 Endgeräte unterstützt. Die Grundkonfiguration für etwa 20 000 Mark besteht aus einem 3 1/2-Zoll-Laufwerk, einem 525-MB-Streamer und einer 210-MB-Festplatte. Der Arbeitsspeicher läßt sich von 8 MB auf 64 MB erweitern (bis zu 32 MB auf der Platine). Reicht die Kapazität der Massenspeicher nicht aus, läßt sich das Speichervolumen über ein Erweiterungschassis auf 7 GB erhöhen.

Die Einprozessor-Version des für Multiprocessing ausgelegten "System 10000" integriert eine 486er CPU (33 Megahertz), eine SCSI-II-Festplatte mit einer Kapazität von 500 MB sowie ein SCSI-Bandlaufwerk für ein Datenvolumen von 525 MB. Der Preis beträgt knapp 57000 Mark. Mit vier 486/50-Prozessoren arbeitet die Modellvariante "System 15000". Die Leistung soll dann laut Hersteller 160 MIPS betragen.

Da es sich bei dem Altos-Mehrprozessor-System um eine symmetrische Implementation handelt, bei der alle CPUs auf einen gemeinsamen Speicher zugreifen und damit der Speicherverwaltungs-Aufwand bei wachsender Anzahl der Prozessoren steigt, ist eine lineare Steigerung der Rechenleistung praktisch ausgeschlossen. Fachleute gehen davon aus, daß in symmetrischen Multiprocessing-Konzepten mehr als zwei CPUs nicht sinnvoll sind. Altos rechtfertigt die Angabe von 160 MIPS Rechenleistung bei vier Prozessoren damit, daß man als Betriebssystem ein Altos-spezifisches MPX-Derivat verwendet habe, das dahingehend optimiert, sei, den System-Overhead niedrig zu halten. Dem Anbieter zufolge können bis zu 200 Anwender und über Multidrop-Module bis zu 512 serielle Endgeräte auf den Rechner zugreifen. Das System verfügt über eine interne USV-Anlage mit Shutsave-Funktionen.

An Connecitivity-Komponenten offeriert das Unternehmen zum Beispiel den Ethernet-Channel-Adapter. Damit sollen sich an ein EISA-System bis zu vier unabhängige Ethernet-Netze anbinden lassen. Speziell für Rechner mit ISA-Bus wurde dagegen der Advanced-Communications-Adapter entwickelt. Für den Datenaustausch zwischen Unix- und DOS-Rechner soll sich das Produkt Aplications-Executive eignen. Damit habe der Anwender die Möglichkeit, Daten zwischen Unix und Windows im "Cut-and-Paste"-Modus auszutauschen.

Im Rahmen der Produktvorstellung berichtete Klaus Muuß, einer der vier Geschäftsführer der Acer Computer GmbH, über das Ergebnis des Geschäftsjahres 1991. Altos, damals noch eine eigenständige Acer-Tochter, setzte 22,35 Millionen Mark um. Für die deutschen Acer-Töchter ergibt sich ein kumulierter Gesamtumsatz von 92,05 Millionen Mark. Der Gewinn betrug bei Altos 1991 180 000 Mark. Zusammen mit Acer wurden 3,53 Millionen Mark erwirtschaftet.