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Softwarelösungen für Mikro-Mainframe-Verbindung:


10.05.1985 - 

Am Gesamtkonzept geht kein Weg vorbei

Software-Inseln oder Gesamtkonzept? Diese Frage stellt sich vielen Unternehmern heute mehr denn je. Zu selten noch läßt sich die Mikro-/ Mainframe-Verbindung realisieren. Es fehlt an der geeigneten Software, auch wenn viele Softwarehersteller ihre Produkte als Kommunikationssoftware anbieten.

Als mit der sukzessiven Einführung der EDV über einen längeren Zeitraum, meist ohne langfristiges Konzept, begonnen wurde, bildeten sich nach und nach EDV-lnseln Jede Abteilung erhielt "ihre" DV, Hard- und Software-Lösungen, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten war. An eine spätere Anbindung an den Großrechner wurde nicht gedacht, weil dieser häufig aus Kostengründen noch gar nicht vorhanden war.

Heute nun, da Hardware-Anbieter bundesdeutschen Firmen Mikros auf jeden Schreibtisch als Heilmittel ge(.....) Anwenderstau, Datenflut und Informationslücken offerieren, wird auch die Frage nach einem Software-Gesamtkonzept immer drängender.

Unternehmen erwarten von Software-Anbietern Antworten und Lösungen zu folgenden Fragen:

1. Gibt es Möglichkeiten, die bereits vorhandenen Inseln an den Mainframe anzuhängen?

2. Ist es sinnvoll, diese Inseln beizubehalten oder soll man sie nach und nach zugunsten eines einheitlichen Mikro-/Mainframe-Konzeptes untergehen lassen?

3. Kann man bei der Einführung der individuellen DV, wie sie jetzt in vielen Firmen diskutiert wird, eventuell sogar zweigleisig fahren (hier bereits vorhandene Inseln, dort eine Mikro-/Mainframe-Software für neu hinzukommende Anwender)?

Insel mit Anschluß

Einige Software-Inseln, zum Beispiel für Textverarbeitung, Kalkulationsprogramme oder Produktionssteuerung, haben auch heute durchaus ihre Berechtigung und Vorteile. Auf diesen Inseln lebt es sich ungestört, man kann sich die seinen Ansprüchen entsprechende aussuchen und kennt sich recht schnell aus.

Sind Ergebnisse und Berichte auch für andere Mitarbeiter und Abteilungen von Interesse oder bilden sie die Grundlage für weitere Berechnungen und Analysen, so ist es wichtig, daß man jederzeit imstande ist, seine Lösung in ein Gesamtkonzept einzubinden.

Schon seit einigen Monaten gibt es Software für Mikro und Großanlage, insbesondere in dem Bereich der DSS-Systeme, die die gleiche Sprache sprechen und in der Lage sind, Informationen auszutauschen - wie zum Beispiel System W beziehungsweise Mikro W von Comshare. Sollen bei der Einführung solcher Endbenutzersysteme jedoch vorhandene Inseln mit eingebunden werden, so muß neben der Kommunikation zwischen Groß- und Kleinrechner innerhalb einer Software die Möglichkeit gegeben sein, Daten etwa von Textverarbeitungssoftware (Multimate oder Lotus 1-2-3) in diesen Datenfluß mit einzubeziehen.

Die individuelle Datenverarbeitung, die losgelöst von den traditionellen Anwendungen eine immer größere Rolle spielt, gibt den Unternehmen die Chance, von vornherein im Gesamtkonzept für die Mainframe-/Mikro-Verbindung die richtigen Voraussetzungen zu schaffen.

Die Vorteile einer einheitlichen Software für Groß- und Kleinrechner sind gerade bei der individuellen Datenverarbeitung von ganz entscheidender Bedeutung:

- Mit Mainframe im Rücken sind die Antwortzeiten kürzer.

- Die Insellösung läßt häufig nur spezialisierte, aber nicht unbedingt kompliziert strukturierte Anwendungen zu. Letzteres erlaubt die Verbindung zur Mainframe-Software.

- Endanwender können vom Benutzer-Service besser unterstützt werden.

- Einheitliche Schulung aller IDV-Beteiligten.

- Wartung, Beratung und Produktergänzungen nur von einem Unternehmen.

- Bessere Produkt-Konsistenz, weil eine umfangreiche Software langlebiger ist. Dasselbe trifft auf die Hardware zu.

Es gibt heute eigens für diese Anforderungen entwickelte Software, die auf Mainframe und Mikro eingesetzt werden kann. Insellösungen müssen also nicht isoliert dastehen, sondern können mit den entsprechenden Tools an die Groß-EDV angekoppelt werden. Trotzdem sollte man ein Gesamtkonzept anstreben.

Rolf Hollmann ist Senior-Systemberater bei der Comshare AG Deutschland in Köln.