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08.03.2006

Am häufigsten verwendet: Visual Studio und Eclipse

Die Open-Source-Umgebung Eclipse kommt Microsoft näher.
IBM und Borland haben in Sachen Qualität einen Vorsprung.
IBM und Borland haben in Sachen Qualität einen Vorsprung.

Die Marktforscher von Evans Data Corporation (EDC) haben über 700 Programmierer nach ihren bevorzugten Entwicklungswerkzeugen und ihrer Zufriedenheit mit den Tools befragt und die Ergebnisse jetzt in Form eines Reports zusammengefasst. Wenig überrascht waren die Marktforscher demnach, dass Microsofts Visual Studio .NET die am häufigsten verwendete Entwicklungsumgebung darstellt (53 Prozent der Befragten). Ursache dafür seien die dominante Marktposition von Windows und die enge Verknüpfung der Tools mit dem Betriebssystem. Trotz dieses Umstands betrachte Microsoft seine IDE keineswegs als Selbstläufer, sondern messe Programmierern und der Tool-Qualität eine strategische Bedeutung mit den entsprechenden Investitionen bei.

Die beliebtesten IDEs

775 Entwicklungsabteilungen antworteten auf die EDC-Befragung und gaben an, folgende IDE zu benutzen (Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich):

Visual Studio .NET 53,0

Eclipse 25,2

Macromedia Studio MX 15,0

Oracle Developer Suite 14,1

Borland Jbuilder 10,1

IBM Websphere Studio 8,6

Sun Java Studio 8,6

IBM Rational Developer 7,6

Netbeans 6,6

Bea Weblogic Workshop 6,1

Sun Studio 5,3

(C/C++/Fortran)

Borland C#-Builder 4,6

Code Warrior 3,7

Eclipse wächst am schnellsten

Erstaunt hat die Marktforscher die Position von Eclipse. Die Werkzeuge des quelloffenen Entwicklungs-Frameworks werden von 25,2 Prozent der Befragten eingesetzt und liegen damit zwar weit abgeschlagen hinter Visual Studio, kommen aber immerhin auf Platz zwei. EDC sieht deshalb in Eclipse diejenige Entwicklungsumgebung, die sich derzeit am schnellsten verbreitet. In der Nutzungshäufigkeit folgen Macromedia Studio MX, Oracle Developer Suite, Borland Jbuilder, IBM Websphere Studio, Sun Java Studio, IBM Rational Developer und Bea Weblogic Workshop.

Die Einsatzhäufigkeit der Tools sagt aber noch nichts darüber aus, ob Anwender mit den Features ihrer Produkte rundum zufrieden sind. Geht es zum Beispiel um das Herzstück einer IDE, den Compiler/Interpreter, dessen Performance sowie die Performance der daraus resultierenden Applikationen, liegt Borlands Jbuilder an der Spitze. Gleiches gilt für die Bewertung des Debugger. Auch Microsoft hat hier gute Arbeit geleistet und kommt mit seinem Compiler und Debugger auf den zweiten Platz. Ganz anders sieht es im Oracle-Lager aus: Anwender beurteilen den Compiler der Developer Suite derart kritisch, dass er im EDC-Ranking das Schlusslicht bildet. Nicht viel besser schneidet Oracle beim Debugger und den Performance-Themen ab, wo es nur für den vorletzten Platz reicht.

Macromedia gewinnt bei Editor

Auch die Editoren werden in dem Report beurteilt, also die Arbeitsumgebung, in der sich Programmierer die meiste Zeit aufhalten. Hier hat Macromedias Studio MX die Nase vorn, was wahrscheinlich damit zu begründen ist, dass der Hersteller mit einfach zu bedienenden, hochwertigen HTML-Editoren wie Dreamweaver groß geworden ist. Das bringt Macromedia auch in den Disziplinen Hilfe/Dokumentation sowie Ease-of-Use einen Spitzenplatz ein. Und wieder ist es die Oracle Developer Suite, die zumindest in Sachen Editor sowie Hilfe/Dokumentation an letzter Stelle rangiert. Die "Zitrone" in der Disziplin Ease-of-Use erhält Bea für Weblogic Workshop.

Modellierungs-Krone geht an IBM

Geht es um die Automatisierungs-Features der Make/Build-Funktion oder um die Qualität der Modellierungs- und Design-Tools, zahlt sich die Reife lang etablierter Entwicklungsumgebungen aus. In beiden Aspekten führt IBMs Rational Developer. Insofern wundert es auch nicht, dass das vergleichsweise junge Eclipse in Bezug auf Modellierung und Design an letzter Stelle rangiert, sich jedoch was die Make/Build-Funktion betrifft im Mittelfeld bewegt.

Ein weiteres Beurteilungskriterium, das EDC abgefragt und ausgewertet hat, ist der Performance-Profiler beziehungsweise Optimizer, mit dessen Hilfe die Performance von Code-Prototypen im Netz beurteilt werden kann. Viele IDEs enthalten kein solches Werkzeug, was nicht zuletzt daran liegt, dass manche Programmierer diese Disziplin nicht sonderlich hoch einstufen, da sie erst zum Schluss eines Entwicklungszyklus stattfindet. Die hier genannten Suiten sind jedoch entsprechend ausgestattet, und Borlands "Optimizeit" schneidet im Vergleich am besten ab.

Schließlich listet EDC noch die Zufriedenheit der Anwender in Bezug auf das Angebot an Beispielapplikationen, auf den Umfang und die Güte von Bibliotheken und Frameworks sowie auf die Möglichkeit, Produkte von Drittanbietern zu integrieren. Die aus den Einzeldisziplinen abgeleitete Gesamtbewertung nennen die Marktforscher "Overall Quality of IDEs and Tools". Sie ergibt für die neun Produkte folgendes Ranking: An der Spitze steht IBM Rational Developer gefolgt von Borland Jbuilder und Sun Java Studio. Im Mittelfeld rangiert Visual Studio .NET vor Websphere Studio und Macromedia Studio MX. Das untere Drittel belegen Eclipse, Bea Weblogic Workshop sowie Schlusslicht Oracle Developer Studio. (ue)