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30.03.1979

Am Nerv getroffen

"Vorsicht, Prognose" könnte die Standard-Empfehlung für Neugierige Iauten, die unbedingt Markttrends aus dem "Kaffeesatz der DV-Branche" lesen wollen, wozu - bei den vielen Ankündigungen - beinahe täglich Gelegenheit wäre. Was Wunder: Der Bedarf an Orientierungsdaten ist groß. Doch leider haben die Ereignisse in der Computer-lndustrie die Angewohnheit, nie ganz so einzutreten, wie sie von Branchen-Analyten vorausgesagt wurden. IBM's Marketing-Meisterstück (E-Serie mit Billig - Hardware und Software- Extras) scheint die Behauptung zu widerlegen. Denn für viele kam diese Ankündigung nicht überraschend. Nur eben - IBM hat an den Preisen wesentlich stärker gedreht, als es Mitbewerber und Kunden erwarteten Eindeutig ist wenigstens die Auswirkung dieser Tat. Die IBM-Philosophie ist durchsichtiger geworden.

Zwar läßt der Marktführer (wie immer) nichts durchsickern was Aufschluß über die Akzeptanz der 4300 bei seinen Kunden geben würde, kein Wort darüber, wie viele Bestellungen bereits vorliegen, dafür lassen aber die Reaktionen der Mitbewerber vermuten, daß sie "am Nerv" getroffen wurden.

Starke Sprüche, wie sie etwa Itel von sich gibt ("Unsere Anwort ist vom Markt registriert worden"), können nicht darüber hinwegtäuschen, daß wiedereinmal IBM das Tempo der Computer-Entwicklung bestimmt hat. "Die Einführung der E-Serie wird die anderen Mainframer hart treffen", urteilt beispielsweise Ulric Weil. DV-Marktstrategie bei der New Yorker Investment-Firma Morgan Stanley Co. der auf der Infotech-Konferenz in San Francisco ("IBM The Next Five Years") die bislang detaillierteste Untersuchung über die E-Serie präsentierte Weils Kernaussage: Die IBM-Konkurrenz auch reagiert, sie kommt vom Regen in die Traufe.

Entweder sie versucht, durch Preissenkungen mit IBM Schritt zu halten - das hätte Gewinneinbußen zur Folge -, oder sie versucht, ihre jetzigen Preise beizubehalten - was IBM erneut einen "riesigen" Marktvorteil einräumte.