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Web-Server durch Cache-Rechner beschleunigen


23.02.2001 - 

Am Stau ist nicht immer das Internet schuld

MÜNCHEN (CW) - Kaum etwas vergrault den Besucher einer Web-Seite mehr, als wenn ihm der Aufbau der Site zu lange dauert. Abhilfe versprechen dedizierte Cache-Server.

Wer kennt sie nicht, die Ungeduld, mit der man auf den Aufbau einer Web-Seite wartet? Dauert das Laden des Inhalts zu lange, verabschieden sich viele Surfer und versuchen ihr Glück woanders. In den USA soll die Frustrationsgrenze für durchschnittliche Internet-Surfer bei acht Sekunden liegen. Danach ist für den Betreiber der Site das potenzielle Geschäft gelaufen und der Kunde an die Konkurrenz verloren.

Verantwortlich für die Verzögerungen sind unter anderem die Verbindungsgeschwindigkeiten zum Einwahlknoten und damit indirekt die Netzlast und die Anzahl der Verbindungsstationen zwischen Browser-Anfrage und Website. 19 oder mehr zwischengeschaltete Knoten sind dabei keine Seltenheit, die jeweils bei Überbeanspruchung für Verzögerungen verantwortlich sein können. Hat sich der Betreiber einer Web-Seite für dynamische Inhalte entschieden, dann gilt es Spitzenbelastungen abzufangen, die die Server-Infrastruktur stark belasten können. Ein Ausbau der Ressourcen wird fällig.

Besonders kritisch:dynamische Inhalte

Eine relativ kostengünstige Lösung dieses Problems versprechen Cache-Server, die den Web-Knoten entlasten. Sie enthalten Kopien der dynamischen Seitenelemente und können Anfragen selbständig beantworten - zumindest bis sich die Inhalte ändern. Erst dann muss der Web-Server eingreifen und die Elemente einer Seite liefern.

Die großen Rechnerhersteller bieten den Kunden solche Rechner auch mit dem Argument an, dass damit Bandbreiten und dadurch Kosten zu sparen sind. IBM hat dazu Modelle der "Netfinity"-Server im Angebot. Für Compaqs "Tasksmart-C-Serie" findet sich auf der Homepage ein Berechnungsschema, das dem Kaufwilligen bei seiner Konstellation die Kostenersparnis pro Jahr ausrechnet.

Die Berliner Dica Technologies AG bringt jetzt den "CachePilot" auf den Markt, der sich sowohl für den ISP als auch für dessen Kunden eignen soll. Die Vorzüge sind wie gehabt die schnellere Anzeige von Web-Seiten und dadurch geringere Verbindungskosten. ISPs könnten zusätzlich sparen, da bei Nachfragespitzen keine zusätzliche Bandbreite installiert werden müsse.

Der Cache-Pilot baut, wie auch die Produkte der Mitbewerber, auf Novells "Internet Caching System" (ICS) auf, das bei Einführung im Jahr 1999 als "skalierbare Caching-Plattform" postuliert wurde. Zusätzlich arbeitet der einbaufähige flache Server mit dem Dateisystem "Cache Object Store" (COS), das die Übertragung der Web-Inhalte beschleunigen hilft. Nach Herstellerangaben soll der Pilot durch die zwischengespeicherten Web-Inhalte in der Lage sein, mehr als 100000 ständige Verbindungen zu halten.

Mit Zusatzfunktionen - etwa Festplatten-Cloning und -Spiegelung oder Clustering - bietet das Gerät weitere Optimierungsmöglichkeiten. Schließlich weist Dica darauf hin, dass der Rechner auch eine perfekte Plattform für die Internet-Zugangskontrolle beim Endkunden abgebe, da alle Web-Übertragungen über ihn erfolgen. Der Hersteller bietet gegen eine Registrierungsgebühr die Filtersoftware von N2H2 an. DerCache-Pilot ist über Reseller und Distributoren zum Preis von knapp 19000 Mark zu haben.