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15.04.2014 - 

Online-Speicher

Amazon, Google und Microsoft im Cloud-Test

Christoph Lixenfeld, seit 25 Jahren Journalist und Autor, vorher hat er Publizistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert.

1994 gründete er mit drei Kollegen das Journalistenbüro druckreif in Hamburg, schrieb seitdem für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Focus, den Tagesspiegel, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere.

Außerdem macht er Hörfunk, vor allem für DeutschlandRadio, und produziert TV-Beiträge, zum Beispiel für die ARD-Magazine Panorama und PlusMinus.

Inhaltlich geht es in seiner Arbeit häufig um die Themen Wirtschaft und IT, aber nicht nur. So beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren auch mit unseren Sozialsystemen. 2008 erschien im Econ-Verlag sein Buch "Niemand muss ins Heim".

Seit 2014 betreibt er die Informationsplattform www.wohinmitmutter.de.

Christoph Lixenfeld schreibt aber nicht nur, sondern er setzt auch journalistische Produkte ganzheitlich um. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung und Computerwoche produzierte er so komplette Zeitungsbeilagen zu den Themen Internet und Web Economy inklusive Konzept, Themenplan, Autorenbriefing und Redaktion.
Ein aktueller Test unserer Schwesterpublikation "Infoworld" zeigt, dass sich die Cloud-Angebote von Amazon, Google und Microsoft in Preis und Performance deutlich voneinander unterscheiden. Das gilt vor allem für die Geschwindigkeit der Datenübertragung.

Zuletzt war der Diskurs über das Thema ziemlich einseitig geworden - jedenfalls in Deutschland. Wer über Cloud Computing sprach oder schrieb, dem ging es quasi automatisch um Sicherheitsaspekte. Vorrangig um die Frage, ob in Zeiten von Abhöraffären Online-Speicher nicht zu gefährlich sind. Oder ob man sich - wenn schon - lediglich auf europäische oder sogar nur deutsche Anbieter stützten sollte.

So wichtig diese Diskussion ist, für das Ende des Cloud Computing wird sie nicht sorgen, und selbst die nächste große Spähaffäre wird das voraussichtlich nicht schaffen. Dazu sind die Vorteile der Idee zu bestechend: Kunden brauchen keine Maschinen anzuschaffen und müssen weder üppige Stromrechnungen noch Personal für die Server-Räume bezahlen. Alles, was anfällt, ist die monatliche Miete für die Nutzung eines winzigen Teils der gigantischen Kapazitäten, die die großen Player der Branche vorhalten. Und diese Kapazitäten erlauben es den Big Three in diesem Business - Google, Amazon und Microsoft -, preislich sehr attraktive Pakete zu schnüren.

Angebote ähneln sich nur auf den ersten Blick

Allerdings unterscheiden sich die Angebote auch diesseits aller Sicherheitsfragen durchaus voneinander. Wie, das hat die CW-Schwesterpublikation "Infoworld" in den USA unter die Lupe genommen. Sie mietete Kapazitäten bei Amazons Service "EC2", Googles "Compute Engine" sowie bei Microsoft "Windows Azure" und verglich Performance und Preise miteinander. Die gute Nachricht ist, dass viele Versprechen der Anbieter erfüllt werden. Das betrifft zunächst die schnelle Nutzbarkeit: Wer ein paar Online-Formulare ausfüllt und die richtigen Buttons anklickt, bekommt innerhalb von wenigen Minuten Zugriff auf die Maschine.

Auf den ersten Blick ähneln sich die Angebote der drei Großen stark. Bei allen gibt es eine Auswahl unterschiedlicher Kapazitätspakete und Konfigurationsmöglichkeiten. Wer allerdings Anwendungen in den unterschiedlichen Wolken laufen lässt, bemerkt sehr schnell Unterschiede bei Leistung und Kosten. Die "Infoworld" testete kleine, mittlere und große Konfigurationen der drei Anbieter mit der Open- Source-Benchmark-Plattform DaCapo. Dabei handelt es sich technisch betrachtet um eine Kombination von 14 gängigen Java-Programmen, die gemeinsam ein leicht benutzbares Java Archive darstellen. Die Lösung simuliert sozusagen typische Belastungen eines Systems durch gängige Programme. Einige der Simulationen stellen besondere Herausforderungen für Speicher dar, andere für Prozessoren, manche auch für beide. Einer der Tests, er heißt Tomcat, startet einen Web-Server und öffnet eine Reihe von Websites. Andere werfen gängige Indexierungs- und Suchwerkzeuge an, und "Avrora" zum Beispiel simuliert die Arbeit einiger Microcontroller.