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23.10.2015 - 

Anleger sind begeistert

Amazon kann auch Gewinn

Börsianer haben sich daran gewöhnt, dass der Online-Händler Amazon das Geld schnell wieder in den Ausbau des Geschäfts steckt. Jetzt reichte schon ein bescheidener Quartalsgewinn, um sie zu verzücken. Gründer Jeff Bezos soll jetzt der drittreichste Mann in den USA sein.

Amazon hat die Anleger mit einem schmalen Gewinn von 79 Millionen Dollar positiv überrascht. Sie ließen die Aktie des weltgrößten Online-Händlers am Donnerstag nachbörslich um rund zehn Prozent steigen. Am Markt war eher ein Quartalsverlust erwartet worden. Im Vorjahresquartal hatte Amazon 437 Millionen Dollar Verlust gemacht. Der Umsatz stieg um gut 23 Prozent auf 25,36 Milliarden Dollar.

Jeff Bezos, Gründer und immer noch CEO von Amazon.com
Jeff Bezos, Gründer und immer noch CEO von Amazon.com
Foto: Amazon.com

Mit dem Anstieg der Aktie rückte Gründer und Chef Jeff Bezos nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg auf Platz drei in der Rangliste der reichsten Amerikaner vor. Das Vermögen des 51-Jährigen liege nun bei 55 Milliarden Dollar und vor ihm seien nur Microsoft-Gründer Bill Gates und Investment-Legende Warren Buffet, hieß es.

Für die schwarzen Zahlen sorgten vor allem das Geschäft in Nordamerika und die Cloud-Sparte, die viele Unternehmen mit Rechenleistung aus dem Netz versorgt.

AWS-Mastermind Werner Vogels im AWS Popup-Loft in Berlin
AWS-Mastermind Werner Vogels im AWS Popup-Loft in Berlin
Foto: AWS

Dabei ist das Cloud-Geschäft für Amazon sehr lukrativ. Bei einem Umsatz von knapp 2,1 Milliarden Dollar lag der operative Gewinn bei 521 Millionen Dollar. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 78 Prozent bei den Erlösen. Und das operative Ergebnis war mehr als fünf Mal höher.

In seinem Kerngeschäft erzielte der Online-Händler allein in Nordamerika einen in etwa genauso hohen operativen Gewinn von 528 Millionen Dollar. Dafür musste Amazon aber 15 Milliarden Dollar umsetzen. Im internationalen Handelsgeschäft gab es rote Zahlen von 56 Millionen Dollar. Auslöser dürfte der starke Dollar sein, durch den Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung in den Büchern niedriger ausfallen. (dpa/tc)

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