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AMD Athlon 64 X2 5000+

19.01.2007
Zwei Prozessorkerne, 2,6 GHz Arbeitstakt und eine makellose Ausstattung für günstige 215 Euro: Geheimtipp oder Blendwerk? Die PC-Welt kontrolliert, was AMDs AM2-Prozessor "Athlon 64 X2 5000+" wirklich auf dem Kasten hat.

Von Michael Schmelzle, PC-Welt

Zusammen mit dem Modell "5200+" ist der "Athlon 64 X2 5000+" AMDs taktstärkster AM2-Doppelkerner der "X2"-Familie. Im Gegensatz zum großen Bruder 5200+ gewährt AMD dem Athlon 64 X2 5000+ mit 512 KB allerdings nur halb so viel L2-Cache pro Kern. Wie alle Sockel-AM2-Prozessoren integriert AMD auch im Athlon 64 X2 5000+ einen DDR2-Speicher-Controller. Der Datenaustausch des Prozessors mit dem System erfolgt daher über die 250 MHz schnelle Schnittstelle "Hypertransport 2.0".

Hypertransport kann sowohl bei steigender als auch fallender Flanke Datenpakete übertragen - und das simultan in beide Richtungen. Deshalb steigt der effektive Front Side Bus zumindest theoretisch auf stolze 2.000 MHz und die bidirektionale Bandbreite auf 8 GB/s. Auch sonst ist der Athlon 64 X2 5000+ auf dem Stand aktueller AMD-Technik: Der Prozessor beherrscht den Energiesparmodus "Cool‘n’Quiet", die Virtualisierungstechnik "Pacifica" und unterstützt 32- und 64-Bit-Betriebssysteme, die Befehlssatzerweiterungen 3D-Now, MMX, SSE, SSE2 sowie SSE3.

Verbrauchsmessung

Das Testsystem mit dem Athlon 64 X2 5000+ konsumierte mit aktiviertem Cool‘n’Quiet im Bereitschaftszustand moderate 116 Watt und damit fast sechs Prozent weniger als die von uns getesteten Modelle der Core-2-Duo-Baureihe von Intel. Unter Volllast stieg der Systemverbrauch auf akzeptable 279 Watt. Auf vergleichbarem Niveau liegen die Verbrauchswerte der Core-2-Duo-Testplattformen - zwischen 257 ("E6400") und 270 Watt ("E6700"). Preisgünstige 215 Euro verlangt der Einzelhandel für den 5000+. Deshalb konzentrieren wir uns beim Vergleich der Rechenleistung auf Intels direktes Konkurrenzprodukt "Core 2 Duo E6400" (200 Euro). Und die Gegenüberstellung mit dem großen Bruder drängt sich ebenfalls auf - beantwortet sie doch die Frage, bei welchen Programmen der doppelt so große L2-Cache des 5200+ die Rechenleistung beflügelt.

Zur Rechenleistung

Apples "iTunes" verwenden wir, um eine Musik-CD ins MP3-Format umzuwandeln. Dafür benötigte der 5000+ nur 59 Sekunden, Intels E6400 war mit 64 Sekunden knapp acht Prozent langsamer. Der 5200+ hingegen konnte mit 58 Sekunden nicht signifikant von seinem größeren L2-Cache profitieren. Als wir mit iTunes einen 1.080i-Videoclip ins MPEG-4-Format überführten, benötigte der 5000+ ebenso wie der 5200+ 124 Sekunden und war damit knapp zwölf Prozent langsamer als sein Intel-Rivale E6400. Im "Cinebench"-Test (Rendering x CPU) erreichte der 5000+ 706 Punkte und erarbeitete sich damit gegenüber dem E6400 einen Vorsprung von gut sechs Prozent. Wie das identische Ergebnis des 5200+ (706 Punkte) zeigt, bringt auch hier der größere L2-Cache gar nichts. Das galt übrigens auch für unseren Verschlüsselungstest: Mit 149 MB/s war der 5000+ nur unwesentlich langsamer als der 5200+ (150 MB/s), dafür aber fast 31 Prozent flotter als der Core 2 Duo E6400.

Bei 3D-Spielen hingegen musste sich der Athlon 64 X2 5000+ dem direkten Intel-Rivalen geschlagen geben: So ermittelten wir beispielsweise bei "F.E.A.R." in der 1.024er-Auflösung für den 5000+ eine durchschnittliche Bildrate von 126 Bildern/s - gegenüber den 131 Bilder/s des E6400 (plus vier Prozent). Nur unwesentlich flotter unterwegs war hingegen der 5200+ mit 129 Bildern/s. Unter "Quake 4" war der 5000+ bei einer Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten, mittlerer Bildqualität und aktivierter SMP-Unterstützung gut neun Prozent langsamer als der E6400. Der Rückstand des Testprobanten zum 5200+ fiel mit knapp drei Prozent etwas geringer aus, war aber immerhin einmal messbar. Deutliche Unterschiede zwischen den beiden AMD-CPUs förderte erst der "CPU2000"-Benchmark zutage: Für die Fließkomma-Leistung (fp_base2000) des 5000+ ermittelten wir 1.496 Punkte, damit war die CPU fast acht Prozent langsamer als der 5200+. Ebenfalls rund acht Prozent betrug der Rückstand des 5000+ im Integer-Test (int_base2000) gegenüber dem großen Bruder. Beide AMD-CPUs konnten hier dem Core 2 Duo E6400 nicht annähernd das Wasser reichen: Die Intel-CPU erarbeitet sich gegenüber dem Athlon 64 X2 5000+ einen Vorsprung von fast 49 (fp_base2000) respektive 43 Prozent (int_base2000).

Fazit

Der Vergleich mit dem 5200+ zeigt, dass sich der kleinere L2-Cache des 5000+ bei den meisten Tests nicht negativ auf die Rechenleistung auswirkt. Das direkte Duell mit Intels E6400 verliert der 5000+ allerdings - wenn auch knapp. BB