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21.05.2004 - 

Richtfest für zweite Chipfabrik in Dresden

AMD baut in Sachsen aus

DRESDEN (CW) - AMD hat das Richtfest für die zweite Chipfabrik in Dresden gefeiert. Der Chipanbieter will hier mit modernster Technik Prozessoren herstellen.

Nach sechsmonatiger Bauzeit ist der Rohbau von AMDs "Fab 36" fertig. In einem Jahr läuft die Produktion an. Hergestellt werden ab dem ersten Quartal 2006 in Großserie monatlich 20 000 Wafer mit 300 Millimetern Durchmesser, auf die 32/64-Bit-Hybridprozessoren gebrannt werden. Die Fabrik wird dabei mit den nächsten drei Generationen der Chipfertigung arbeiten, mit Strukturbreiten von 65, 45 und 32 Nanometern.

AMD investiert insgesamt 2,5 Milliarden Dollar in die neue Dresdner Fabrik. Die von der EU genehmigten staatlichen Fördermittel belaufen sich auf 544 Millionen Euro. Es entstehen rund 1000 Arbeitsplätze; hinzu dürften 1300 indirekte neue Jobs kommen. In der bestehenden Chipfabrik, in die AMD bisher 2,2 Milliarden Euro investiert hat, sind schon rund 2000 Mitarbeiter beschäftigt. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt erklärte beim Richtfest, mit der Fab 36 werde das "Silicon Saxony" rund um Dresden der größte Halbleiterstandort Europas.

AMD-Chef Hector Ruiz erklärte, mit der neuen Fabrik wolle das Unternehmen seinen Marktanteil bei Prozessoren von derzeit 18 bis 20 Prozent auf 30 Prozent erhöhen. Das Ziel sei, mehr CPUs mit der AMD-64-Architektur an Server-Hersteller zu verkaufen. Bisher ist AMD lediglich im Privat-PC-Geschäft ein ernst zu nehmender Intel-Konkurrent.

Unverständnis äußerte Ruiz über die hiesige Standortdebatte: "Ich bin überrascht, dass die Leute Deutschland so negativ sehen. Es ist sicher kein Land, um eine Tennisschuhfabrik zu bauen, aber in der Hochtechnologie sprechen viele Faktoren für Deutschland." Hier gebe es gut ausgebildete Arbeitskräfte, hoch qualifizierte Forschungseinrichtungen und eine gute Infrastruktur. (ls)