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02.02.2001 - 

Chiprennen mit Intel nun auch im Highend-Bereich

AMD: Entwickler-Tools für 64-Bit-Prozessor

MÜNCHEN (CW) - Advanced Micro Devices (AMD) will die Entwicklung von Applikationen für seine 64-Bit-Server-CPU "Sledgehammer" vorantreiben. Ein neues Entwickler-Tool (Codename "Virtuhammer") soll es den Softwarepartnern des Intel-Rivalen ermöglichen, einen Zahn zuzulegen.

Das in Kooperation mit dem schwedischen Unternehmen Virtutech AB kreierte Tool soll es Softwareentwicklern ermöglichen, im Vorfeld der Markteinführung von AMDs "Sledgehammer"-Prozessor entsprechende 64-Bit-Programme zu schreiben und zu testen. Das AMD-Pendant zu Intels 64-Bit-"Itanium" soll im ersten Quartal 2002 auf den Markt kommen.

Mit Hilfe des AMD-Werkzeugs Virtuhammer soll ein Rechner, der auf dem 32-Bit-Athlon-Chip des Halbleiterspezialisten basiert, die Rechenoperationen eines Computers mit 64-Bit-Prozessor simulieren können und auf diese Weise mit derzeit verfügbarer Technik das Testen noch jungfräulicher 64-Bit-Software ermöglichen. AMD hat bereits mit der Auslieferung des Virtuhammer-Simulators an ausgewählte Softwarepartner begonnen.

Die Zusammenarbeit mit den Schweden scheint jedoch nicht die einzige Anstrengung des Intel-Konkurrenten zu sein, seiner Sledgehammer-CPU über die rechtzeitige Verfügbarkeit entsprechender Applikationen den Weg in den Markt zu ebnen. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es diesbezüglich auch Annäherungsversuche zwischen AMD und Transmeta, dem auf Softwareemulation spezialisierten Hersteller des Stromsparchips "Crusoe", geben (siehe CW 3/01, Seite 39).

Dass AMD das 64-Bit-Thema unter den Nägeln brennt, ist angesichts des Vorsprungs der Konkurrenz verständlich: So plant Intel die Freigabe seines 64-Bit-Prozessors "Itanium" bereits in der ersten Hälfte dieses Jahres. Allerdings rechnet der Chipriese mit einem zunächst eher begrenzten Markt für seine IA-64-Architektur, denn bislang ist 64-Bit-Computing vorwiegend im Zusammenhang mit sehr rechenintensiven Applikationen in Bereichen wie Data Mining sowie Data Warehousing zum Einsatz gekommen. Ein Vorteil der 64-Bit-Prozessoren ist ihre Fähigkeit, große Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten.

Potenzielle Abnehmer gibt es jedoch bereits: So soll im Hause IBM eine Itanium-basierte Workstation (Codename: "Rattler") in den Startlöchern stehen und - voraussichtlich als Flaggschiff von Big Blues "Z-Pro"-Workstation-Reihe - zeitgleich mit den ersten Itanium-Chips auf den Markt kommen. Gut 200 zertifizierte 64-Bit-Applikationen sollen bereits auf IBMs Rattler laufen.