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04.07.2003 - 

Aktie der Woche

AMD: Es müsste fast ein Wunder geschehen

Advanced Micro Devices (AMD) hat die Investorengemeinde gewarnt, dass die Umsätze im am 30. Juni endenden Quartal nur rund 615 Millionen Dollar und nicht wie zuvor angegeben 715 Millionen Dollar betragen werden. Begründet wurde dieser Umsatzeinbruch mit den Auswirkungen des SARS-Virus auf das Asiengeschäft. Die durchschnittliche Erwartung der Analysten lag sogar bei 723 Millionen Dollar Quartalsumsatz. Insofern überrascht es, dass sich der Aktienkurs bei einem Minus von nur rund fünf Prozent einpendelte.

Die Hoffnung der Anleger liegt darin, dass die Nachfrage nach Halbleitern spätestens in wenigen Quartalen wieder anziehen wird. Infolge von Kostensenkungsmaßnahmen sollte AMD ab einem Quartalsumsatz von 800 Millionen Dollar die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen. Leerverkäufer - Akteure, die sich Aktien leihen und anschließend verkaufen in der Hoffnung, sie später billiger zurückkaufen zu können - sind offenbar wesentlich skeptischer, da mit 15 Prozent aller ausstehenden Aktien eine recht hohe Anzahl "geshortet" ist. Der Pessimismus der Leerverkäufer ist mit Blick auf die Bilanz durchaus verständlich. Infolge der Verluste sank das Eigenkapital binnen eines Jahres um weit über eine Milliarde Dollar auf rund 2,4 Milliarden Dollar, liegt damit aber noch über der Marktkapitalisierung, was für US-Aktien als günstig angesehen werden kann. Auch die Eigenkapitalquote ist mit 43,7 Prozent (31. März) noch akzeptabel, zum 30. September hatte sie jedoch noch bei 58,5 Prozent gelegen. Nur im Falle kurzfristig anziehender Preise und steigender Nachfrage nach Computerchips bietet die Aktie demnach Potenzial - in diesem Fall allerdings erhebliches. Es scheint derzeit aber wahrscheinlicher, dass die Shortseller an fallenden Kursen Geld verdienen werden. (rs)

Christian Struck und Stephan Hornung*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.