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03.08.2007 - 

Dachzeile

AMD: Intel kostet Anwender viel Geld

AMD hat eine Studie vorgelegt, nach der Intels monopolistisches Verhalten die Anwender in den vergangenen zehn Jahren rund 60 Milliarden Dollar gekostet hat.

AMD hat das Finanzberatungshaus ERS Group mit einer Studie zu den Auswirkungen von Intels vermeintliche monopolistischem Verhalten in der Vergangenheit beauftragt. Die Analysten kamen zu dem Schluss, dass Intel die Anwender in den vergangenen rund zehn Jahren etwa 60 Milliarden Dollar gekostet hat. Zudem errechnete ERS, dass Konsumenten und Computer-Hersteller in der nächsten Dekade mehr als 80 Milliarden Dollar sparen könnten, "wenn der Markt für Mikroprozessoren für den Wettbewerb offen ist".

Für Intel äußerte sich Pressesprecher Chuck Mulloy und bezeichnete die Studie als wilde Spekulation, die auf einer Reihe von Vermutungen und einem Zeitraum basiert, der die Ergebnisse verfälscht. Mulloy bemäkelt zudem die Tatsache, dass AMD die Ergebnisse nur als Pressenotiz veröffentlichte und nicht die komplette Studie zugänglich macht.

ERS-Direktor Michael Williams erklärte, dass sich die Studie seines Hauses auf Daten bezieht, die aus zwei staatlichen Quellen stammen: Zum einen handelt es sich um die Darstellung der EU-Kommission über Intels illegale Mittel, auf Rechnerhersteller Druck auszuüben, dass sie keine AMD-Prozessoren verwenden. Die zweite Quelle ist die Japan Fair Trade Commission, die festgestellt hat, dass Intel den OEM-Kunden wettbewerbsfeindliche Rabatte eingeräumt hat. Intel hat sich mit der japanischen Behörden bereits 2005 geeinigt, beteuert aber nach wie vor seine Unschuld, wie der englische Branchendienst "Computerwire" berichtet.

Laut Williams sollte die Studie seines Hauses nicht die Frage beantworten, ob sich Intel wettbewerbsfeindlich verhalten hat, sondern wie viel Intel von dem vorgeworfenen Monopolverhalten profitiert hat: Laut Williams hätten Endverbraucher mindestens 61 Milliarden Dollar sparen können und OEM-Hersteller weitere 20 Milliarden Dollar. ERS behauptet zudem, dass sich in den kommenden fünf Jahren Intels Preisaufschläge um 50 Prozent reduzieren und AMDs Marktanteile von derzeit 27 Prozent auf 35 Prozent steigen würden, wenn der Chipmogul in puncto Monopolverhalten an die Kandarre genommen werde. OEM-Lieferanten würden nach Berechnung der Finanzanalysten 75 Prozent der Einsparungen an die Endverbraucher weitergeben, was einen 1000-Dollar-PC um 1,5 Prozent billiger machen würde. Intels Fazit: AMDs Ankündigung zeigt, dass man sich jede Aussage kaufen kann, wenn man nur genug Geld auf den Tisch legt.

CW-Fazit: AMD kauft sich Studien, Intel kauft sich Marktanteile. (kk)

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