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30.07.1999 - 

Hohe Verluste im zweiten Quartal

AMD-President Atiq Raza ist überraschend zurückgetreten

MÜNCHEN (CW/IDG) - Intel-Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) hat erneut zwei Tiefschläge einstecken müssen. Zum einen schloß der Chiphersteller das zweite Quartal 1999 wie erwartet mit hohen Verlusten ab, zum anderen verließ mit President Atiq Raza ein hochrangiger Manager selbst für Insider völlig überraschend das Unternehmen.

Neben seinem Amt als President übte Raza zuletzt auch die Funktionen des Chief Technical Officers (CTO) sowie Chief Operating Officers (COO) aus. Er hatte beide zusätzlichen Positionen erst Anfang Mai übernommen und galt seither unter Beobachtern als aussichtsreichster Nachfolgekandidat für Chairman und CEO Jerry Sanders, der in rund drei Jahren das offizielle Pensionsalter erreicht. Der AMD-Chef, dessen Reputation bei Analysten und Investoren angesichts mehrerer Verlustquartale in Folge nicht mehr unumstritten ist, wird den Angaben zufolge die vakanten Aufgaben selbst übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Raza nannte "persönliche Gründe" für den Weggang von AMD. Die schlechten finanziellen Ergebnisse hätten keinen Einfluß auf seine Entscheidung gehabt. Der Nettoverlust im am 27. Juni beendeten zweiten Quartal betrug 162 Millionen Dollar oder 1,10 Dollar je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte die US-Company noch ein Minus von 64,6 Millionen Dollar beziehungsweise 45 Cent je Anteilschein ausgewiesen. Der Umsatz stieg um 13 Prozent von 526,5 auf 595,1 Millionen Dollar, war damit jedoch um sechs Prozent niedriger als im ersten Quartal 1999.

Als Ursachen für die erneute finanzielle Misere werden der anhaltende Preisverfall sowie die Folgen von Produktions- und Lieferschwierigkeiten in der Vergangenheit genannt. So fielen die Verkaufszahlen des bisheri-gen AMD-Produkt-Flaggschiffs "K6" in den vergangenen drei Monaten von 4,3 auf 3,7 Millionen Stück.

Zwar konnten, wie es heißt, die Engpässe in der K6-Produktion größtenteils behoben werden, verschiedene Großkunden sind in der Zwischenzeit allerdings zum Erzrivalen und Marktführer Intel abgewandert. Ob und wann AMD wieder die Gewinnzone erreicht, dürfte demnach fast ausschließlich vom Erfolg des neuen "K7"-Prozessors abhängen, den das Unternehmen kürzlich unter dem Namen "Athlon" auf den Markt gebracht hat.