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Zweiter Anbieter für PC-CPUs legalisiert


06.03.1992 - 

AMD siegt über Intel im Streit um Nachbaurechte des 386-Chips

SAN MATEO (IDG) - Einen wichtigen Teilerfolg konnte Chip-Cloner Advanced Micro Devices (AMD) in seinem Rechtsstreit gegen Marktführer Intel erringen. AMD darf nach einem Urteil des obersten kalifornischen Gerichtes seine Versionen des 386er Prozessors vertreiben, ohne Lizenzgebühren an Intel zahlen zu müssen.

Darüber hinaus muß Intel 15 Millionen Dollar Schadenersatz für die Rechte am Koprozessor 8087 an AMD zahlen. Intel wiederum darf aber 23 Millionen Dollar behalten, die AMD für Urheberrechte bereits gezahlt hatte. Ursprünglich hatte AMD 2,2 Milliarden Dollar von Intel gefordert. Zunächst erklärten sich beide Seiten für die Sieger dieses Rechtsstreites. Doch Intel-Vertreter räumten bald ein, daß man doch nicht zufrieden sei. Man wolle gegen Teile des Urteils Berufung beim US-Bundesgereicht einlegen. Außerdem setze man auf einen weiteren Rechtsstreit, den Intel im Bundesstaat Texas gegen AMD führt. Hier geht es um die Rechte am Intel-Mikrocode und die Frage, inwieweit AMD diesen verwenden darf. Beide Unternehmen hatten im Jahre 1976 diesbezüglich einen Vertrag geschlossen.

Sollte die Berufung zurückgewiesen werden, bedeutet dieses Urteil das Ende eines fünfjährigen Rechtsstreites, der von Intel angestrengt wurde. Der Marktführer hatte AMD Verletzung von Urheberrechten vorgeworfen.

Über die Rechtslage in bezug auf den 486-Prozessor und seine Folgeprodukte hat dieses Urteil noch keine Klarheit gebracht. Die Urheberrechte für diese Serien waren nicht Gegenstand der Verhandlung und werden in weiteren Verfahren geklärt. Hier geht es um die Frage, ob AMD auch diese Prozessoren nachbauen und sich auf ältere Verträge mit Intel berufen darf.

Mit Zustimmung quittierten die Anwender das Urteil. Nach

Ansicht von Dick Shaffer, Herausgeber des "Technologic Computer Letter", bedeutet es, daß sie jetzt zwei Adressen haben, von denen man die 386er beziehen könne. Damit sei das Intel-Monopol gebrochen.