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01.09.2000 - 

Insider spekulieren über eine Übernahme

AMD und Transmeta knüpfen zarte Bande

MÜNCHEN (CW) - Die Prozessorenhersteller Advanced Micro Devices (AMD) und Transmeta verhandeln über einen Technologieaustausch. Beide Firmen bestätigten die Gespräche, wollten sich jedoch nicht weiter über deren Inhalt auslassen.

Das hartnäckige Schweigen der potenziellen Partner führte zu zahlreichen Gerüchten. Manche Analysten spekulieren sogar über eine Übernahme des Crusoe-Herstellers durch AMD. Der Chiphersteller könnte mit Hilfe Transmetas Mobil-Chip-Technik seinem Geschäft mit Notebook-CPUs neuen Schwung verleihen, glaubt Steve Leibson, Analyst beim Microprocessor Report.

Der designierte AMD-Chef Hector Ruiz bestätigte in einem Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Electronic Buyers News die Gespräche mit Transmeta. Allerdings versuchte er deren Bedeutung herunterzuspielen. Sein Unternehmen verhandele mit vielen Firmen über Technologieabkommen.

Das Geschäft AMDs mit Mobilprozessoren stand in den letzten Jahren im Schatten des übermächtigen Rivalen Intel. Während das Unternehmen aus Sunnyvale im Desktop-Segment mit den Athlon-CPUs ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt brachte, gelang es den Kaliforniern nicht, Intel im Notebook-Markt Paroli zu bieten. Das könnte sich jedoch mit der von Transmeta entwickelten Stromspartechnik ändern.

Auch Transmeta würde nach Ansicht von Branchenkennern von einer Partnerschaft mit AMD profitieren. Der Prozessorhersteller wäre mit dem Know-how von AMD in der Lage, die Taktraten seiner Chipfamilie schneller zu erhöhen. Der schnellste Transmeta-Chip "TM5600" arbeitet zur Zeit mit 700 Megahertz. Der Hersteller hofft jedoch, bald Prozessoren herauszubringen, die mit bis zu einem Gigahertz getaktet sind.

Ein weiterer Vorteil läge darin, mit AMD einen Partner zu gewinnen, der kurzfristig Produktionskapazitäten für die Crusoe-CPUs bereit stellen könnte.