Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.06.2004 - 

Aktie der Woche

AMD: Viele Chancen, aber auch eine Menge Risiken

Die AMD-Aktie hat sich seit Mitte 2003 hervorragend entwickelt. Die Gründe für die gute Performance liegen in einer ungefähren Verdopplung der Quartalsumsätze und der damit verbundenen Rückkehr in die Gewinnzone. So schreibt Advanced Micro Devices (AMD) seit zwei Quartalen wieder schwarze Zahlen und konnte zuletzt einen Quartalsgewinn von 45,1 Millionen Dollar verzeichnen. Für 2004 ist somit bei dem ewigen Intel-Konkurrenten nach zuletzt drei defizitären Geschäftsjahren wieder mit einem Jahresüberschuss zu rechnen.

Gewinn pro Aktie wird steigen

Auf Basis der Konsensgewinnschätzungen wird für das laufende Jahr ein Ertrag von 60 Cent je Aktie erwartet, der im nächsten Jahr sogar auf 73 Cent ansteigen soll. Die Analystenprognosen stützen sich auf die Aussage von CEO Robert Rivet, der infolge des Übergangs zu neuen Herstellungstechnologien die Margen erhöhen möchte. Da das Kurs-Gewinn-Verhältnis selbst auf Basis der 2005er-Schätzungen bei einem für eine zyklische Branche hohen Wert von 21,6 liegt, erscheint uns bei der AMD-Aktie trotz der guten operativen Erfolge nach wie vor Zurückhaltung geboten. Zudem sollte man die unverändert hochvolatile Entwicklung bei den Halbleiterpreisen im Auge behalten. Auch bilanziell betrachtet ist der Titel nicht günstig, denn die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt nur 35 Prozent und liegt damit beträchtlich hinter den rund 80 Prozent eigenen Mitteln von Branchenprimus Intel, der im übrigen auch noch über eine Nettoliquidität von rund 14,5 Milliarden Dollar verfügt. Den liquiden Mitteln von 1,30 Milliarden Dollar (inklusive Wertpapiere) bei AMD stehen indes Kredite und Darlehen von 2,05 Milliarden gegenüber, so dass sich eine Nettoverschuldung von 746 Millionen US-Dollar ergibt. Charttechnisch befindet sich AMD derzeit in einer Seitwärtsbewegung, die im Falle weiterer positiver Überraschungen allerdings durchaus nach oben durchstoßen kann. Fundamental betrachtet besteht jedoch bei der AMD-Aktie ein schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis. Das Papier, dessen Kurs sich momentan auf dem Niveau von 1983 bewegt, ist daher nach Abwägung aller Argumente doch eher für Trader und nicht für Langfristanleger geeignet. (gh)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.