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11.08.2005

AMD will jeden dritten Firmen-PC erobern

Der Prozessorhersteller greift Marktführer Intel auf dem Desktop an.

Bis 2009 will sich AMD 30 Prozent des Marktes für professionelle PC-Nutzung sichern, erklärte Ben Williams, Vice President der neu geschaffenen Commercial Business Unit. Der ewige Intel-Rivale konnte erstmals mit dem "Opteron"-Prozessor das Interesse von Geschäftskunden wecken. Die CPU, die 32- und 64-Bit-Programme verarbeiten kann und in PC-Servern eingesetzt wird, hatte einen deutlich besseren Start als Intels reine 64-Bit-Ausführung "Itanium". Der Erfolg des Opteron zwang den Chipmogul dazu, mit dem "Xeon EM64T" ein Vergleichsprodukt nachzulegen. Mittlerweile konnte sich AMD mehr als elf Prozent Marktanteil bei Server-Prozessoren sichern.

Jetzt hat Williams auch die professionell genutzten Desktop- und Mobilrechner ins Auge gefasst, die bislang nicht einmal zu fünf Prozent mit AMD-Chips arbeiten. Laut Williams soll gute Technik die Profis locken. So stehe der "Turion"-Prozessor für Mobilrechner in puncto Stromaufnahme dem Konkurrenzprodukt "Pentium M" nicht nach. Die eigenen Dual-Core-Prozessoren hält der Manager für besser konstruiert, was die kommenden Chipgenerationen der Doppelkern-CPUs zeigen würden.

Roger Kay, President von Endpoint Technologies Associates Inc., prophezeit dem Unternehmen allerdings einen steinigen Weg: "Endkunden und PC-Hersteller tun derzeit wenig, was AMDs Marktanteil steigern könnte. Immerhin opponieren sie auch nicht." Die Evaluierung neuer Systeme bedeute für die Firmen Zusatzaufwand und für die Hersteller höhere Kosten, da sie zwei Architekturen unterstützen müssten. Nur wenn AMD genügend Vorteile gegenüber Intel bei Systemleistung und Verwaltbarkeit demonstrieren könne, würden sich IT-Abteilungen zum Umstieg bewegen lassen.

Das Ziel von AMD, 30 Prozent Marktanteil zu erreichen, hängt auch vom Ausgang eines Rechtsstreits ab, der erst Ende nächsten Jahres verhandelt werden dürfte. AMD hat gegen Intel eine Antitrust-Klage eingereicht, weil der Konkurrent sein Marketing-Budget dazu benutzt, PC-Herstellern Rabatte einzuräumen, wenn sie nur einen begrenzten Prozentsatz an AMD-Prozessoren einbauen. AMD sieht sich durch diese Praxis daran gehindert, durch bessere Leistungswerte der eigenen Produkte mehr Marktanteil zu erreichen. Intel bestreitet die Rabatte nicht, wehrt sich aber gegen den Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs. (kk)