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09.03.1990 - 

Nach mäßigem Vorjahr konnte Münchner PCMer 1989 deutlich zulegen

Amdahl Deutschland: Umsatz wurde mehr als verdoppelt

MÜNCHEN (bk) - Rekordergebnis für die deutsche Amdahl-Tochter: Im Geschäftsjahr 1989 konnte die Münchner GmbH den Umsatz um knapp 132 Prozent auf 301 Millionen Mark steigern. Die Vertriebsdependance des amerikanischen PCM-Anbieters hat damit nach den Worten von Geschäftsführer Hans H. Reihl ihr bestes Ergebnis überhaupt eingefahren.

Nach dem Umsatzrückgang im Vorjahr auf 130 Millionen Mark befindet sich die Amdahl Deutschland GmbH wieder im Aufwind. Erstmals, so Reihl, habe man sowohl die 200- als auch die 300-Millionen-Mark-Grenze überspringen können. Das beste Jahr sei bis dahin 1987 mit Einnahmen in Höhe von 184 Millionen Mark gewesen. Auch über die Erträge 1989, erläuterte Reihl weiter, könne man sich keineswegs beklagen, wenn sie auch nicht im gleichen Maße wie der Umsatz gestiegen seien. Zahlen wollte der Amdahl-Chef freilich nicht nennen.

Zum Umsatz trugen 69,7 Prozent die Zentraleinheiten, 13,3 Prozent die Speichersysteme und sonstige Peripherieprodukte, 14,9 Prozent Service und Ausbildung sowie 2,2 Prozent die Datenfernverarbeitung bei. 57 (1988: 42) Amdahl-Großrechner der Leistungskategorie IBM 3090 stehen derzeit im Bundesgebiet. Bei hierzulande insgesamt 1000 installierten Systemen dieser Größenordnung kommt der Münchner PCMer laut Reihl damit auf einen Marktanteil von sechs Prozent. Zum Vergleich: IBM hält 70 Prozent. Nicht ganz zufrieden zeigte sich der deutsche Amdahl-Chef indes mit dem Absatzergebnis bei Plattenspeichersystemen: "Der Markt hat mehr hergegeben." Man habe jedoch den Bedarf in Europa unterschätzt, so daß es zu Lieferengpässen gekommen sei.

Die amerikanische Amdahl Corp., Sunnyvale/Kalifornien, konnte mit der kräftigen Expansion ihrer deutschen Vertriebstochter im vergangenen Geschäftsjahr nicht mithalten. Zwar steigerte die Muttergesellschaft ihre Einkünfte auf 2,1 (1,8) Milliarden Dollar. Beim

Gewinn nach Steuern mußte der amerikanische PCMer, an dem Fujitsu nach wie vor mit 44,8 Prozent beteiligt ist, jedoch eine deutliche Schlappe einstecken.

Die Erträge gingen um gut 40 Prozent auf 153 (233,3) Millionen Dollar zurück. Als Gründe nannte Reihl zum einen den erheblichen Wettbewerbsdruck, zum anderen hohe Investitionen für die Implementierung der neuen Großrechner-Architektur ESA/370.

Insgesamt steuerten zum Konzerngesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 58 Prozent die USA, 35 Prozent Europa (Großbritannien ist dabei der stärkste Markt, gefolgt von Deutschland), vier Prozent Kanada und drei Prozent der pazifische Raum bei. Weltweit waren Ende letzten Jahres 1556 Amdahl-Großrechner installiert, davon 451 in Europa. Aufgrund eines Personalabbaus in der US-Fertigung im Oktober 1989 reduzierte sich die Zahl der Amdahl-Beschäftigten im Berichtszeitraum weltweit von 8500 auf 8200 Mitarbeiter. Davon sind 980 (1988: 915) in Europa für den PCM-Anbieter tätig. In Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl von 135 auf 152.

Für 1990 rechnet Reihl sowohl für die deutsche Tochter als auch die Corporation mit einem guten Geschäftsverlauf. Bereits das erste Quartal verlaufe für beide Gesellschaften bislang zufriedenstellend. Vorrangiges Ziel der Münchner ist es, in den kommenden Monaten vor allem die Unix-Aktivitäten zu verstärken Bisher, so Reihl, habe Amdahl in Deutschland vier Lizenzen für das eigene Unix-Großrechner-Betriebssystem UTS vergeben. Dies wolle man im Verlaufe des Jahres deutlich steigern. Hilfestellung, glaubt der Amdahl Deutschland-Chef, werde dabei das Behördengeschäft leisten. +