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19.08.1994

Amdahl kann jetzt die Fruechte der Restrukturierung ernten

Von Arnd Wolpers*

Zur Halbzeit des Geschaeftsjahres 1994 (1. Juli) konnte Amdahl einen Gewinn von knapp 20 Millionen Dollar beziehungsweise 17 Cent je Aktie bekanntgeben. Das Ertragsbild kontrastiert scharf mit dem ersten Halbjahr 1993. Damals waren 263 Millionen Dollar beziehungsweise 2,32 Dollar Verlust je Aktie erwirtschaftet worden. Vor allem vor dem Hintergrund der im ersten Halbjahr ruecklaeufigen Umsatzentwicklung ist der Turnaround erstaunlich. Waren im Vorjahreszeitraum noch 843 Millionen Dollar umgesetzt worden, so wurde der Gewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf einer Umsatzbasis von 775 Millionen Dollar erwirtschaftet. Amdahl kann die Fruechte der Restrukturierung des vergangenen Jahres ernten. Die Ausgaben wurden nachhaltig gesenkt. Dies ermoeglicht trotz sinkender Umsaetze eine deutlich verbesserte Ertragskraft. Der Erfolg wird an der Verringerung der operativen Kosten im zweiten Quartal deutlich. Gegenueber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum liegen sie um 24 Prozent niedriger.

Auch die Bilanzdaten konnten verbessert werden. Der Wert der Vorraete sank von 770 Millionen auf 356 Millionen Dollar (1. Juli 1994). Im zweiten Quartal wurden 125 Millionen Dollar positiver Cash-flow erwirtschaftet. Amdahl verfuegt jetzt ueber ein Liquiditaetspolster (um Schulden bereinigt) von 380 Millionen Dollar.

Der Abbau der Vorraete, die Rueckfuehrung der Kapazitaeten und die generelle Verbesserung der Kostenstruktur alleine haetten jedoch nicht ausgereicht, um das Ruder herumzuwerfen. Hinzu kommt eine staerkere Nachfrage nach Mainframe- und Storage-Produkten sowie eine Stabilisierung der Preisentwicklung in diesen Bereichen.

Amdahl-Chairman Joseph Zemke verweist auf die gute Entwicklung der eingegangenen Allianzen und die positive Resonanz des Marktes auf neue Amdahl-Produkte. Im Mai kuendigte das Unternehmen die

"Xplorer-2000"-Serie an, ein Produkt aus der Zusammenarbeit mit Oracle, Ncube und Information Builders. Waehrend des zweiten Quartals begann das Unternehmen die neuen 6690- Storage-Produkte auszuliefern und berichtete ueber erste Erfolge in der Zusammenarbeit mit Sun Microsystems.

Auch wenn, so Zemke, das dritte Quartal einige Tuecken birgt, wie etwa die Saisonschwaeche in wichtigen europaeischen Maerkten, schaetzt der Amdahl-Chef die weitere Entwicklung des laufenden Geschaeftsjahres optimistisch ein. Die Staerkung des traditionellen Engagements auf Basis der neugewonnenen Ertragskraft, die Expansion in Richtung offener Systeme und der Software- und Beratungsbereich sollen die Grundlagen fuer den weiteren Unternehmenserfolg bilden.

Wallstreet-Analysten sind zur Zeit uneins, was die Einschaetzung der Amdahl-Aktie angeht. Nach Veroeffentlichung der Zahlen fuer das erste Quartal, in denen sich der Turnaround erstmals abzeichnete, kletterte die Notiz auf knapp acht Dollar. Bis Anfang Juli fiel der Kurs dann auf gut fuenf Dollar zurueck, um sich im Vorfeld der Veroeffentlichung der Zahlen fuer das erste Halbjahr wieder auf 6,5 Dollar zu erholen. Wer investiert hat, sollte die Aktie halten.

*Arnd Wolpers ist Geschaeftsfuehrer der Vermoegensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in Muenchen. Die hier veroeffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir fuer vertrauenswuerdig und zuverlaessig halten. Trotz sorgfaeltiger Quellenauswahl und -auswertung koennen wir fuer Vollstaendigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit uebernehmen, als grobe Fahrlaessigkeit oder Vorsatz Haftung begruenden. Jede

darueber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Fuer Angaben Dritter uebernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch staerkere Kursschwankungen gekennzeichnet.