Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.06.1998 - 

Mainframe mit 1000 MIPS angekündigt

Amdahl kontert IBM mit schnelleren Großrechnern

Die ursprünglichen Pläne Amdahls, die 1997 erstmals veröffentlicht wurden, sahen als Nachfolgemodell für das aktuelle System "Millennium 700" im ersten Quartal 1999 die Serie "800" mit einer Gesamtleistung von 800 bis 850 Mainframe-MIPS in der höchsten Ausbaustufe vor. Im Mai jedoch machte der Konkurrent IBM seinerseits von sich reden. Noch im September wolle man die "Generation 5" (G5) der S/390-Server mit einer Einzelprozessorleistung von mindestens 115 MIPS ausliefern, kündigte Big Blue an. Mit einem Zehn-Wege-System könnten Anwender damit auf eine Gesamtkapazität von mehr als 900 MIPS zurückgreifen, Amdahls aktuelles System Millennium 700 erreicht 686 MIPS.

Diese Ankündigung konnte die Fujitsu-Tochter aus Sunnyvale, Kalifornien, nicht ruhen lassen. Also revidierte man die einst mit hohem Marketing-Aufwand verbreitete "Roadmap". Die nächste Großrechnergeneration "Millennium 800" werde mit einer Einzelprozessorleistung bis zu 130 MIPS aufwarten, heißt es, das wäre knapp über dem Wert der IBM. Ein voll ausgebautes Zwölf-Wege-System käme damit auf eine Gesamtkapazität von annähernd 1000 MIPS. IBM baut maximal zehn CMOS-Prozessoren in seine Großrechner ein.

Von den Mitbewerbern unterscheiden möchte sich Amdahl ab sofort auch durch eine Option, die es Kunden erlauben soll, über eine physikalische Aufteilung der Rechner die Softwarekosten besser zu kontrollieren. Bei einer Konsolidierung von Mainframe-Rechnerkapazitäten in einen größeren Server mußten Kunden bislang oft drastische Ausgabensteigerungen für die Softwarenutzung von Drittanbietern in Kauf nehmen. Diese berechnen die Lizenzgebühren in der Regel nach der gesamten Rechenleistung eines Systems, unabhängig davon, ob die jeweilige Anwendung nur auf bestimmten CPUs läuft.

Amdahl weist im Rahmen seines "Multiple Server Features" jeder CPU eine eigene Seriennummer zu, anhand derer sich feststellen läßt, welche Applikation auf welchen Prozessoren abgearbeitet wird. Zu diesem Zweck muß sich der Anwender allerdings das Großrechnersystem von Amdahl gegen Entgelt umkonfigurieren lassen.