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07.11.1975 - 

Polit-Gerangel um 30-Millionen-Mark-Jumbo

Amdahl stark im Gespräch

MÜNCHEN - Gene Amdahl, Vater des Amdahl-470-V/6-Großrechners, zuvor IBM-Chefkonstrukteur, war auch auf der Systems '75, im Bild rechts läßt er sieh vom BASF-Spezialisten den neuen DOT (Domain Tip Propagation) "Halbleiter-Massenspeicher" neuester Technologie der Ludwigshafener zeigen. Sein Besuch galt allerdings mehr dem Professores-Management des Leibniz-Rechenzentrums München (zuständig für den Rechner-Bedarf der Münchener Universität), wo gerade, wie CW in der letzten Ausgabe berichtete, ein Jumbo-System im Werte von etwa 30 Millionen Mark (20fache TR-440-Leistung) ausgeschrieben ist und auch seit kurzem 470-V/6-Systeme (doppelte 370/168-Leistung zum gleichen Preis) im Rennen sind.

Amdahl berichtete der Computerwoche voller Stolz, daß jetzt der vierte Amdahl-Rechner ausgeliefert wurde (NASA, University of Michigan, Texas A&M-College, Timesharing Bureau CUG) und daß die kanadische University of Alberta und eine Privatfirma aus dem Kreis der "500 Größten" die nächsten Systeme der derzeit Monatlich-einen-Rechner-Produktion erhalte. Ganz entschieden verwahrte er sich gegen die Unterstellung, die Amdahl Corp. sei nur ein Ingenieurbüro der japanischen Fujuitsu Company, die nur 23 Prozent und nach Umwandlung aller Optionen nicht mehr als 40 Prozent der Aktien halte.

Vom Nixdorf-Vorstandsmitglied Helmut Rausch als "Katalysator" (Amdahl) geschickt arrangiert, konnte er vor dem Münchener Club der Wirtschaftspresse (Seite 20) aussagen daß er es für durchaus möglich halte, daß eine der nächsten Amdahl-Maschinen in München stünde. Tags darauf Besprechungen im Bonner BMFT: Nicht nur über das Leibniz-RZ, sondern auch über eine Amdahl-Maschine für die Deutsche Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrtforschung (DVLR) und über Kooperation im Kreise Siemens, Computergesellschaft Konstanz, Fujuitsu, Amdahl. Allen ist offen. -m-