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05.10.1984 - 

Neue Modelle unterstützen auch die 31-Bit-Adressierung:

Amdahl steigt ins Vektorrechner-Geschäft ein

SUNYVALE (cw) - Zwei Vektorrechner kündigte jetzt die Amdahl Corp., Sunyvale/Kalifornien, an. Diese sollen auf derselben Architektur wie die herkömmlichen IBM-kompatiblen Großrechner von Amdahl basieren und demzufolge die gleichen Peripheriegeräte unterstützen.

Die beiden Supercomputer 1100 und 1200 haben eine um 20 beziehungsweise 80 Prozent höhere Leistung als die X/MP-1 der Cray Research Inc., so Amdahls Sprecher Wayne McIntyre. Bauen wird die Geräte die Fujitsu Ltd., die zu 50 Prozent an Amdahl beteiligt ist.

Beide Maschinen basieren auf dem gleichen /370-Instruktionssatz wie die 308X-Familie von IBM und Amdahls 580-Serie. Die beiden neuen Vektorrechner 1100 und 1200 verfügen jedoch zusätzlich über 83 Vektor-Instruktionen, mit denen die Systeme bis zu 267 beziehungsweise 583 Millionen Gleitkomma-Operationen pro Sekunde ausführen können.

Wegen der Ähnlichkeiten in der Bauweise zu den /370-Großrechnern können die beiden Superrechner die gleichen externen Speichermodule und Terminals unterstützen und erreichen Amdahl zufolge eine Gesamt-Kanalgeschwindigkeit von 72 MB pro Sekunde.

Außerdem unterstützen die 1100 und 1200 ein von den Japanern entwickeltes Betriebssystem, das die gleichen Formate, Job-Control-Sprache, Datenorganisation und Befehle benutzt wie MVS. Das Steuerprogramm des Vektor-Rechensystens erlaube eine 31-Bit-Adressierung entsprechend MVS/XA.

Um sicherzustellen, daß die neuen Amdahl-Systeme kompatibel zu den herkömmlichen Großrechnern der /370-Klasse sind, unterstützen sie Fortran 77, das nach McIntyre um zehn Prozent schneller arbeitet als IBMs Fortran. Fortran 77 soll kompatibel mit seinem IBM-Gegenstück auf Objekt-Code-Level sein. Fortran-Programme, die unter MVS oder MVS/XA laufen, könnten daher von einer IBM- oder kompatiblen Zentraleinheit übertragen und ohne Änderungen auf den 1100- und 1200-Modellen ausgeführt werden.

Die Amdahl-Vektorrechner basieren auf der gleichen ECL (Emitter Coupled Logic)- und Packungstechnik wie ihre 580-Schwestersysteme, sind luftgekühlt und verbrauchen McIntyre zufolge nur ein Fünftel der Energie wie die Supercomputer der Konkurrenz. Ohne Software und Wartungskosten liegt der Preis für das 64-MB-Modell 1100 mit 16 Kanälen bei 9,2 Millionen Dollar und das 128-KB-Modell 1200 mit der gleichen Anzahl von Kanälen bei 13,7 Millionen Dollar. Beide Systeme sollen im zweiten Quartal des nächsten Jahres erhältlich sein.