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22.02.1991 - 

PCMer meldet Gewinn- und Umsatzplus

Amdahl will Sparc-Chips in Großsystemen einsetzen

SUNNYVALE (CW/IDG) - Die Amdahl Corporation konnte ihren Nettogewinn im vergangenen Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 183,9 Millionen Dollar erhöhen. Der Umsatz kletterte allerdings nur um zwei Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Dollar. Der PCM-Hersteller hat per Lizenz von Sun Microsystems das Recht erworben, RlSC-Rechner auf Sparc-Basis zu entwickeln. Unternehmensnahe Quellen vermuten, daß bereits im nächsten Jahr ein solches System auf den Markt kommen wird.

John C. Lewis, Chairman of the Board und CEO bei Amdahl, erklärte das gute Geschäftsergebnis des vergangenen Jahres mit der starken Nachfrage nach Mainframes und Massenspeicherprodukten des Unternehmens. Besonders in der obersten Rechnerklasse seien die Umsätze gut gewesen, betonte er.

Offenbar will der PCM-Hersteller demnächst verstärkt ins Geschäft mit RISC-Rechnern einsteigen. Wie kürzlich veröffentlicht, hat Amdahl von Sun Microsystems das Recht erworben, Rechner auf Basis des Sparc-Prozessors zu entwickeln, herzustellen und zu verkaufen "Wie die System/370-Architektur, mit der wir üblicherweise arbeiten, bildet Sparc eine ausgezeichnete Basis für die offenen Systeme von Amdahl, wenn es zusammen mit unserem Unix-Betriebssystem UTS eingesetzt wird", erläuterte Amdahls Vice-President für offene Systeme, Joseph Francesconi, den Lizenzerwerb. Eigenen Angaben zufolge will der PCMer die Scalable Processor Architecture (Sparc) zur Entwicklung von Unix-basierten Großrechnern einsetzen, die im Preis unter seinen IBM-kompatiblen Mainframes liegen sollen.

Analysten vermuten, daß die unter UTS 2.1 arbeitenden Sparc-Rechner als unternehmensweite Datenbankserver zum Einsatz kommen werden. Die Maschinen würden nämlich auch die dezentrale DV in Unix-basierten LANs unterstützen, indem sie Daten von Unix-Workstations zu IBM-kompatiblen Mainframes problemlos transportieren könnten.

Dabei handelt es sich bereits um den zweiten Versuch des Unternehmens, mit Unix-Großsystemen zu reüssieren: Allerdings schlug das Unterfangen, einen solchen Mainframe im Markt zu etablieren, beim ersten Mal fehl. Die etwa eine Million Dollar teure Amdahl 7300 (ein Unix-System des Anteileigners Fujitsu) war Insidern zufolge ein Flop.