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22.05.1998 - 

Existenzgründer in der IT-Branche/Kommentar

Amerika läßt grüßen!

Wer wollte bestreiten, daß Deutschland derzeit von einer "Gründerwelle" heimgesucht wird - im positiven Sinne wohlgemerkt. Vom Bundespräsidenten angefangen über die Politik ganz allgemein, die Hochschulen und die Wissenschaft, die Verbände, die Industrie und Handwerk bis hinunter zu den Städten und Kommunen: Selbständigkeit und ihre Förderung ist Trumpf. Eine Technologiefabrik jagt die andere, Gründer- und Businessplan-Wettbewerbe schießen wie Pilze aus dem Boden - Vereine zur Förderung von Existenzgründern dito.

Die CW erhebt nicht den Anspruch, all diesen Initiativen gerecht zu werden. Über junge IT-Startups berichten wir regelmäßig, an dieser Stelle haben wir uns für eine (zugegeben subjektive) Auswahl von Problemen entschieden - Schlaglichter auf das, was in der IT-Branche in Sachen Existenzgründung läuft, laufen kann. Daß dabei Risikokapital vonnöten ist, haben Kritiker lange Zeit gebetsmühlenartig wiederholt. Wenn nun in Deutschland die von US-Firmen dominierte Venture-Capital-Branche quasi als erster Nutznießer der neuen Gründerwelle boomt - gut so. Erst recht für die hiesige IT-Hersteller-Landschaft, die sich immer weniger auf das Fehlen geeigneter Finanzierungsmodelle hinausreden kann.

Im übrigen, hat eigentlich jemand Dietmar Hopp gefragt, mit welchem Geld er seinerzeit SAP gegründet hat? Und das große Vorbild USA? Nicht unbedingt in technologischer, aber in marktorientierter Hinsicht. Risikokapital-Geber weisen auch hier Jungunternehmern den Weg: Wer kein fremdes Eigenkapital in seiner Firma haben möchte, behält mehr Kontrolle. Bleibt die Frage, über was, wenn das Unternehmen irgendwann nichts mehr wert ist. Denn die Konkurrenz aus Übersee agiert im Zweifel nicht nur professioneller, sondern ist auch entsprechend finanziert. Und sie drängt auf den deutschen Markt.