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20.08.1993

Amerikanische Anbieter weiterhin dominierend Die Online-Informationsdienste sehen hohen Zuwaechsen entgegen

WILTON (CW) - Der Markt fuer Online-Informationsservices waechst rapide. Im vergangenen Jahr betrug sein Volumen weltweit 10,1 Milliarden Dollar und die Tendenz ist steigend: Das amerikanische Marktforschungsinstitut Simba Information-Communications Inc. prognostiziert bis 1997 ein Wachstum fuer die Services um 50 Prozent auf 15,2 Milliarden Dollar.

Die Online-Dienste nehmen schneller zu als die konventionellen Informationsservices. Die groessten Dienstleister in diesem Bereich verzeichneten 1992 ein Umsatzwachstum von 9,3 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Informationsanbieter, die ihre Neuigkeiten auf Papier oder ueber andere Medien anbieten, steigerten ihre Erloese dagegen lediglich um 6,4 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar.

Broker-Dienste setzten

4,5 Milliarden Dollar um

Zu diesem Ergebnis kommt die jaehrlich erscheinende Studie der Simba Information-Communication Inc., Stamford, Connecticut, die unter dem Titel "Online Services: 1993 Review, Trends & Forecasts" kuerzlich veroeffentlicht worden ist.

Das groesste Marktsegment im Online-Bereich bilden demnach die Wirtschafts- und berufsorientierten Services, die etwa 95 Prozent des Umsatzes generierten. Dabei erzielten Broker-Dienste mit Reuters als groesstem Player 1992 Erloese von 4,5 Milliarden Dollar und kamen auf einen Marktanteil von 44 Prozent.

Enduser-Datenbanken sind

wachstumstraechtigste Segment

Angefuehrt von Prodigy und Compuserve erhoehten die Endanwender- und Consumer-orientierten Online-Dienste ihre Einnahmen um 120 Millionen auf 463,4 Millionen Dollar. Damit stellten sie mit einem Plus von 34,9 Prozent das am schnellsten wachsende Marktsegment dar. Inzwischen kann Prodigy auf zwei Millionen

Abonnenten verweisen, waehrend sich Compuserve mit 1,3 Millionen Nutzern zufriedengeben muss.

Die von Genie angebotenen Leistungen haben 400 000 Interessenten abonniert. Obwohl der Anteil dieser Endandwenderservices gemessen am Umsatz lediglich 4,6 Prozent dieses Marktes ausmacht, sagt das in Connecticut ansaessige Marktforschungsunternehmen diesem Bereich eine Steigerungsrate von 218 Prozent innerhalb der naechsten fuenf Jahre voraus.

Die juristischen Datenbanken wiesen im vergangenen Jahr das geringste Plus aus. Sie haben, so die Simba-Studie, unter der allgemein wirtschaftlich schlechten Lage gelitten und mussten Einbussen im Abo-Bereich hinnehmen.

Die bestimmende Macht im Geschaeft mit Online-Informationen sind amerikanische Unternehmen. Mit einem geschaetzten Umsatz von 6,1 Milliarden Dollar liegt ihr Anteil am weltweiten Marktvolumen bei 56 Prozent.

Anbieter suchen

nach neuen Medien

Trotz der insgesamt positiven Umsatzentwicklung der Service- Anbieter und der rapide fallenden Preise fuer PCs und Modems im vergangenen Jahr waechst die Zahl der Online-Abonnenten nur mit einstelligen Prozentraten.

Dafuer verantwortlich, so die in der Untersuchung befragten Unternehmen, seien die nach wie vor verwirrenden Preisschemata, schrumpfende Maerkte und zunehmende Konkurrenz durch andere Medien.

Deshalb suchen die Anbieter zunehmend nach alternativen Verbreitungsmoeglichkeiten wie Bildtelefon, Kabel und interaktivem Fernsehen. Ausserdem versuchen sie, ihre Dienste auch ueber Personal Digital Assistants (PDA) und sogar ueber Videospiel-Konsolen empfangbar zu machen.