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02.02.1996 - 

Digital zieht an, Unisys bleibt verlustgeplagt

Amerikanische DV-Branche legt durchwachsene Resultate vor

Die Compaq Computer Corp. hat sich im letzten Jahr zur weltweit fuenftgroessten Computerfirma entwickelt, meldet das Management des PC-Herstellers im Zusammenhang mit den Ergebnissen des Gesamtjahres und des vierten Quartals 1995. Vor allem im Consumer-Sektor seien die Verkaeufe in den letzten drei Monaten ausgesprochen gut gewesen, was dem Unternehmen einen Quartalsumsatz von 4,7 Milliarden Dollar (1994: 3,25 Milliarden Dollar) und Jahreseinnahmen von 14,8 Milliarden Dollar (Vorjahr: 10,9 Milliarden Dollar) bescherte. Mit 30 Cent pro Aktie etwa einen Dollar unter den Analystenprognosen blieb allerdings im vierten Quartal der Nettogewinn, der aufgrund einer einmaligen Belastung in Hoehe von 241 Millionen Dollar im Zusammenhang mit den kuerzlich getaetigten Uebernahmen insgesamt 82 Millionen Dollar betrug. Im Vorjahr waren 243 Millionen Dollar beziehungsweise 90 Cent pro Aktie uebriggeblieben. Der Jahresgewinn lag bei 789 Millionen Dollar oder 2,87 Dollar je Compaq-Aktie nach 867 Millionen Dollar oder 3,21 Cent pro Anteilsschein im Vorjahr.

Zufrieden konnten die Aktionaere mit der Sun Microsystems Inc. sein, die mit ihren Resultaten des zweiten Quartals die Erwartungen der Analysten sogar leicht uebertroffen hat. Der Gewinn stieg um 54 Prozent auf 126 Millionen Dollar beziehungsweise 65 Cent pro Aktie. Der Umsatz erhoehte sich auf 1,75 Milliarden Dollar gegenueber 1,48 Milliarden Dollar im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Aufwaerts geht es auch bei der Digital Equipment Corp. Waehrend im zweiten Vierteljahr 1994 3,47 Milliarden Dollar eingenommen worden waren, betrug der Erloes in dem aktuellen Abrechnungszeitraum 3,95 Milliarden Dollar. Deutliche Steigerungsraten wies mit 50 Prozent Zuwachs das Geschaeft mit den Alpha-Systemen auf. Der Nettogewinn belief sich auf 148,8 Millionen Dollar oder 91 Cent je Aktie gegenueber 18,9 Millionen Dollar beziehungsweise sieben Cent pro Anteilsschein im Vorjahr.

Dagegen schlug bei der Unisys Corp. noch die Restrukturierung mit 581,9 Millionen Dollar zu Buche und fuehrte im vierten Quartal 1995 zu einem Verlust von 676,8 Millionen Dollar beziehungsweise 4,12 Dollar pro Aktie. Damit rutschte der Computerhersteller noch tiefer in die roten Zahlen als im entsprechenden Vorjahresquartal, in dem ein Verlust von 52,3 Millionen Dollar oder 48 Cent je Anteilsschein ausgewiesen worden war. Der Umsatz erhoehte sich leicht von 1,75 Milliarden auf 1,84 Milliarden Dollar. Die Investoren seien ueber die Einnahmesteigerung, die etwas ueber den Erwartungen lag, erfreut gewesen. Cash-flow-Probleme und die hohen Restrukturierungskosten hatten aber dennoch zu kleinen Verkaeufen gefuehrt, berichtet das "Wall Street Journal". Das Jahr 1995 schloss Unisys mit einem Verlust von 624,6 Millionen Dollar ab, nach 100,5 Millionen Dollar Gewinn im Jahr zuvor.

Nicht nach Plan verlief bei der Tandem Computers Inc. das erste Quartal des aktuellen Geschaeftsjahres. So blieb der Umsatz am Stichtag, dem 31. Dezember 1995, mit 512,4 Millionen Dollar unter dem Vorjahreswert von 534,6 Millionen Dollar. Der Reingewinn lag mit zwei Millionen Dollar beziehungsweise zwei Cent niedriger als bei dem in den ersten drei Monaten des Vorjahres erzielten Nettoprofit von 35,2 Millionen Dollar oder 30 Cent pro Anteilsschein.

Mit Umsatzzuwachs, aber Gewinnreduktion im vierten Quartal musste sich die Sequent Computer Systems Inc. zufriedengeben. Im Quartalsvergleich legte der Hardwarehersteller gegenueber 1994 um 19,6 Prozent auf 151,8 Millionen Dollar zu. Der Jahresumsatz stieg um 19,9 Prozent auf 540,3 Millionen Dollar. Ruecklaeufig entwickelte sich der Gewinn mit einem Minus von 13,9 Prozent auf 10,7 Millionen Dollar im vierten Quartal. Fuer das Gesamtjahr sah die Sache mit 5,9 Prozent Zuwachs auf 35,1 Millionen Dollar allerdings besser aus.

Sybase steigerte ihren Umsatz im vierten Quartal von 254,9 Millionen Dollar (1994) auf 267,3 Millionen Dollar. Der Nettogewinn lag mit sechs Millionen Dollar oder acht Cent pro Aktie unter dem Vorjahresergebnis von 32,6 Millionen Dollar oder 44 Cent je Sybase-Notiz. Die Jahreseinnahmen beliefen sich auf 956,6 Millionen Dollar, das sind 16 Prozent mehr als 1994. Nach Abzug einmaliger Aufwendungen ergibt sich ein Nettoverlust von 19,5 Millionen Dollar.

Von den an sich gut abschneidenden Halbleiterherstellern sorgte nicht nur Intel an der Wall Street fuer Enttaeuschung. Texas Instruments (TI) brachte seinen Aktienkurs durch die Mitteilung eines 1,50 Dollar hohen Nettogewinns pro Aktie um zwei Dollar ins Rutschen. Die Analysten hatten fuer das vierte Quartal mit 1,58 Dollar Gewinn je Anteilsschein gerechnet. Insgesamt waren 291 Millionen Dollar uebriggeblieben. Im Jahr zuvor meldete TI einen Profit von 188 Millionen Dollar beziehungsweise von 99 Cent je Aktie. Die Einnahmen stiegen von 2,78 Milliarden Dollar auf 3,6 Milliarden Dollar. Das Jahresergebnis lautete 1,09 Milliarden Dollar Profit (1994: 691 Millionen Dollar) und 13,1 Milliarden Dollar Umsatz (Vorjahr: 10,3 Milliarden Dollar).

Wie bereits von der AT&T Corp. angekuendigt, fuehrte ein ausserordentlicher Aufwand im vierten Quartal zu einem Verlust von 2,67 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1,34 Milliarden Dollar Gewinn). Ohne diese Sonderausgaben waere ein Profit von 1,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet worden. Der Quartalsumsatz betrug 22,13 Milliarden Dollar nach 21,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Im Gesamtjahr erzielte der TK-Konzern einen Nettogewinn von 139 Millionen Dollar gegenueber 4,7 Milliarden Dollar im Jahr 1994. Die Einnahmen stiegen von 75,1 Milliarden auf 79,6 Milliarden Dollar.

Eine Milliarde Doller Verlust, so lautet bei der Xerox Corp. das aktuelle Quartalsergebnis. Im Jahr zuvor waren noch 311 Millionen Dollar uebriggeblieben. Xerox schrieb das Resultat den im Zusammenhang mit dem Verkauf des Versicherungsgeschaefts entstandenen Kosten zu. Die Umsaetze erhoehten sich im Vergleich zum Vorjahr (4,59 Milliarden Dollar) leicht auf 4,76 Milliarden Dollar.