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25.11.1988 - 

Koreanische Anbieter machen japanischen Konkurrenz:

Amerikas PC-Markt hat wieder Schwung

DALLAS (IDG) - Der PC-Markt in den USA hat sich von der Sommerflaute erholt. Die Steigerungsrate gegenüber dem Vormonat, im August bei nur 0,2 Prozent, erreichte mit 11,6 Prozent wieder ein gesundes Niveau. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbesserte sich der Abverkauf der Mikrorechner um 31 Prozent.

Gefragt waren wieder vor allem hochwertige Geräte wie der Macintosh II oder Systeme auf Basis des Intel 80386. Daher stieg der Umsatz kräftiger als die Stückzahl, nämlich um 48 Prozent gegenüber September 1987. In den ersten drei Quartalen 1988 verließen 1,9 Millionen PCs die Läger des Fachhandels - eine halbe Million mehr als in den ersten neun Monaten des Jahres 1987.

Die steil ansteigende Nachfrage nach Laptop-Rechnern hat im September vor allem Toshiba und Zenith gut getan. Der japanische Konzern versechsfachte binnen Jahresfrist die Stückzahl, und Zenith, im Heimatland USA bisher im indirekten Vertrieb wenig aktiv, verneunfachte den PC-Absatz im Fachhandelskanal. Um sich von dieser Entwicklung nicht überrollen zu lassen, brachte die Nummer zwei im PC-Markt, Compaq, im Oktober auch einen Laptop heraus. Daher wird sich hier das Bild verschieben, sobald die Zahlen vom November vorliegen.

Für Compaq war übrigens der September ein neuer Rekordmonat mit 41 000 verkauften Einheiten allein in den USA - davon 45 Prozent 386er Produkte. Die Compaq-Produktionsstätten stoßen damit an die Grenzen ihrer Belastbarkeit: Es wird schwer, bei diesem Ausstoß den Qualitätsstandard beizubehalten. Immerhin: Von den 37000 Geräten mit 386-Chip pappte auf jedem zweiten ein Compaq-Label.

Bei der IBM trugen Computer auf Basis des 286ers 53 Prozent des September-Abverkaufs. Das Modell PS/2-50z war mit 19 Prozent am Gesamtergebnis beteiligt. Daß Big Blue um 18,4 mehr verkaufte als im August - eine ansehnliche Steigerung - lag im wesentlichen an der guten Nachfrage nach den Typen PS/2-50z, PS/2-70 und 30 286.

Bei Apple waren 81 Prozent der 33000 verkauften Einheiten Macintosh-Geräte. Der Macintosh II hielt einen Anteil von 14 Prozent. Preiserhöhungen im September taten der Beliebtheit der Apples bei den Anwendern keinen Abbruch. Meinte ein Verkäufer: "Wenn die einen Mac haben wollen, schauen sie nicht auf den Preis. Billige Clones gibt's da ja nicht."

Als Senkrechtstarter im Olympiamonat erwies sich der koreanische Konzern Hyundai, der in den USA eher als Autohersteller einen Namen hat. Mit fast 8000 PCs in einem Monat gehört das Unternehmen aus dem Land der Morgenstille schon zum guten Mittelfeld, liegt in der Stückzahl sogar vor Toshiba.