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27.08.1999 - 

Linux-basiertes Betriebssystem macht Windows CE Konkurrenz

Amiga ist nicht tot: Neues Leben als häusliches Informationsgerät

MÜNCHEN (CW) - Über Amiga, den Kult-PC der 80er Jahre, sind nun neue Details bekanntgeworden. Er soll zukünftig vor allem als Informationsgerät (Information Appliance) eingesetzt werden.

Vor gut zwei Jahren übernahm PC-Direktanbieter Gateway für rund 13 Millionen Dollar von der deutschen Escom AG die Rechte am Computerpionier Amiga und dessen 47 Patente. Nun soll der Marke wieder Leben eingehaucht werden.

Neben PCs für den Consumer-Markt sollen die Amigas der Zukunft vor allem als Informationsgeräte in privaten Haushalten genutzt werden. Firmenchef Jim Collas will dafür bis zum Jahresende eine Entwicklungsumgebung präsentieren und Anfang 2000 die ersten Maschinen ausliefern.

Die geplante Betriebssystem-Umgebung nutzt einen abgespeckten Linux-Kernel, der mit Elementen von Java, Jini und dem "Home Audio-Video"-Interoperabilitätsstandard (HAVi) von Philips angereichert ist. Das Unternehmen will die grafische Benutzeroberfläche selbst entwickeln, ebenso die Software für die Kommunikation mit Windows-PCs.

Dazu hat der Firmenchef Designer aus der alten Amiga-Entwicklermannschaft sowie Softwarespezialisten von SGI und Apple angeheuert. Collas will die entwickelte Softwaretechnik an Hardwarehersteller aus dem PC- und Consumerbereich lizenzieren, um das häusliche Computern "einfach, leistungsfähig und überall möglich" zu machen.

Das Konzept sieht vor, eine Reihe von unterschiedlichen Komponenten anzubieten, die sich wie die Module einer Stereoanlage zusammensetzen lassen: Vom digitalen Audio-Player über die Spielekonsole bis hin zu drahtlosen Eingabegeräten mit Internet-Zugang sowie Amiga-PCs und entsprechenden Servern.

Wie die Module untereinander kommunizieren, ist bislang ebensowenig bekannt wie die verwendete Prozessorarchitektur. Insider nennen als Favoriten den x86- Mikroprozessor der Transmeta Corp., bei der Linux-Entwickler Linus Torvalds auf der Gehaltsliste steht.