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25.07.2005 - 

Kolumne

Ammenmärchen vom Do more with less

Wir haben es ja schon immer gewusst: Wer zu wenig in IT investiert, schadet mittel- und langfristig seinem Unternehmen. Diese eher unspezifische Ahnung hat Accenture jetzt durch die Studie "IT-Investing for High Performance" in konkretes Wissen umgewandelt. CIOs aus über 300 großen Unternehmen wurden zu ihrem Investitionsverhalten gefragt (siehe Seite 5). Demnach ist es bisher nicht gelungen, das praktisch allen IT-Abteilungen als Ziel vorgegebene "Do more with less" zu erreichen.

Im Gegenteil: Obwohl die IT-Budgets der befragten Unternehmen im vergangenen Jahr um etwa neun Prozent anstiegen, konnten die IT-Verantwortlichen die zwischen Erwartungen und Ergebnissen klaffende Lücke nicht verkleinern. Accenture führt das auf die "Sparfalle" zurück, die Unternehmen glauben mache, sie könnten bei eingefrorenen oder sogar sinkenden Budgets den gleichen Servicegrad aufrechterhalten. Unter den geringeren Ressourcen leidet vor allem die Modernisierung der IT. Alte Hard- und Softwaresysteme werden über ihre eigentliche Lebensdauer hinweg gepflegt, weil einfach kein Geld freigegeben wird für neues Equipment.

Erstaunlicherweise geben erfolgreiche Unternehmen nicht unbedingt mehr für ihre IT aus. Aber sie messen genauer, ob sich der Aufwand lohnt, und setzen in der Folge IT effizienter ein als der Durchschnitt.

Mit den Ergebnissen dieser Studie können schlaue CIOs wuchern. Auf der einen Seite weist sie nach, dass effizienter IT-Einsatz die Geschäfte der Unternehmen tatsächlich befördert, und zum anderen ist klar herauszu- lesen, dass Unternehmen, die ihre IT vernachlässigen, nicht zu den Top-Performern ihrer Branche gehören können.

Ebenfalls lässt sich von Business-Seite künftig nicht mehr so einfach argumentieren, dass im IT-Betrieb gespart werden müsse, wenn der CIO Geld für Investitionen freibekommen will. Geht die Sparerei über ein gewisses Maß hinaus, erzwingt sie ein Verhalten, das eigentlich verhindert werden soll: Das Festhalten an Altsystemen, die die Unternehmen im Endeffekt mehr kosten als die Anschaffung neuer.

Doch Vorsicht: Business-Manager, die in der Studie schmökern, finden auch schnell heraus, dass die IT sich in leistungsstarken Unternehmen weitaus stärker um die Geschäftsprozesse kümmert als in den schwächer abschneidenden Firmen. Das lässt sich mit Etatzwängen nicht wegerklären.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter http://blog.computer woche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.