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20.06.1997 - 

Börsenspot

Amstrad: Was am Ende übrig bleibt

Von Arnd Wolpers*

1985 hatte der britische Unternehmer Alan Sugar mit der Lancierung von Billigcomputern den IT-Markt seines Heimatlandes mit in Bewegung gebracht. Jährliche Gewinnsteigerungen von über 100 Prozent bescherten dem Kurs der Amstrad-Aktie bis 1988 eine Super-Hausse. Anfang der 80er Jahre mit acht Pence eingeführt, stieg der Titel bis zum Spätsommer 1988 auf 1160 Pence. In der Folge fiel die Aktie jedoch binnen eines Jahres auf ein Fünftel ihres Höchststandes.

Nach einem 1992 gescheiterten Übernahmeangebot an die freien Aktionäre (Ziel: Reprivatisierung) suchte Sugar sein Heil in der Expansion. 1993 wurde für 6,4 Millionen Pfund die dänische Mobilfunkgesellschaft Dancall, 1994 für 60 Millionen Pfund der Computerhersteller Viglen gekauft. Dennoch kam das Unternehmen nicht mehr in Schwung.

Jetzt wird Amstrad zerschlagen. Nach dem Verkauf der Töchter Betacom und Dancall erhalten die Aktionäre eine Sonderausschüttung in Höhe von 163 Pence pro Titel; gleichzeitig bekommen die Anteilseigner Viglen-Aktien. Zudem bestehen noch Schadensersatzforderungen gegen Seagate und Western Digital. Die erste Runde vor Gericht verloren die Unternehmen gegen Amstrad. Der Wert des Gesamtpaketes aus der Zerschlagung des Unternehmens ist wegen der anhängigen Prozesse nicht genau zu definieren. Analysten in London gehen von 305 bis 395 Pence je Aktie aus. An der Börse notierte Amstrad zuletzt mit knapp 280 Pence. Übrigens: Amstrad-Gründer Sugar wurde vom neuen Premier Tony Blair in dessen Beratungskommission junge Unternehmensgründer berufen.

* Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.